Tina und Stephan Kaiser: "Wer die 8 Grundgesetze des Wohlstands kennt und sich der FinanzPlan-Idee bedient, kommt einfach gut mit seinem Geld aus."

Mit steigenden Gewinnchancen steigt auch Ihr Verlustrisiko. Immer!



Allen Anlageformen gemeinsam ist: Wenn ein großes Gewinnpotenzial besteht, gibt es auch ein großes Verlustrisiko.

Das ist immer so. Es gibt keine Ausnahmen. Nein, auch dann nicht, wenn der freundlich grinsende, gut parfümierte Anlage’berater’ mit seinem draußen geparkten Jaguar das beteuert und so sympathisch dreinschaut.

Es geht also darum, einen Anlagemix zu finden, der zu Ihnen passt. Jeder Mensch ist unterschiedlich risikobereit und ich weiß nicht, mit welchem Risiko Sie sich wohlfühlen.


Ich kann in diesem Buch aber zwei Dinge tun:

- Ihnen meine Meinung dazu sagen und Ihnen verraten, dass ich – wenn überhaupt - dann nur mit 5-10% meines Vermögens spekuliere und

- Ihnen zeigen, wie man sein eigenes Verlustrisiko überhaupt ermittelt


Fangen wir mit dem ersten Punkt an. Warum lege ich persönlich maximal 5-10% meines Vermögens spekulativ, das heißt in Anlageformen an, deren Ertrag nicht sicher ist?

Die Antwort ist: Ich habe ein großes Sicherheitsbedürfnis. Ich würde mich unwohl fühlen und schlecht schlafen, wenn ich dauernd um mein Erspartes ‚bangen müsste’. Da mir aber mein Schlaf sehr wichtig ist, lasse ich die Finger von einem zu großen Teil an spekulativen Anlagen.

Zu spekulativen Anlagen gehören für mich auch Aktien. Ich habe also nie mehr als 5 oder 10% in Aktien investiert. In den letzten 11 Jahren hatte ich nebenbei bemerkt gar keine Aktien oder Aktienfonds im Depot.

Wenn Sie jetzt denken: „Hmm, und ich dachte immer, Aktien sind die beste Anlageform, man muss sie nur lange genug halten“, dann lassen Sie uns Aktien einmal anhand des Deutschen Aktienindex, dem DAX etwas genauer betrachten.

Nehmen wir uns mal den Zeitraum der Jahre 2000 bis 2010 vor.
In der Zeit von 2000 bis 2010 hat beispielsweise niemand mit Aktien Geld verdient. Im Jahr 2000 lag der DAX (Deutscher Aktienindex) um 7.500 und im Jahr 2010 zählte er um die 6.200.

Das bedeutet, wer es genauso gemacht hat, wie es im Lehrbuch steht (kaufen und halten), hat in dieser Zeit nicht nur 17,3% seines Vermögens verloren, sondern, und das wiegt wesentlich schwerer: Er hat in dieser Zeit auch keine Zinsen erhalten.

Hätte man im Juli 2000 die Summe von 100.000 Euro nur mit 4% Zins angelegt, dann wären daraus bis 2010 mit Zins und Zinseszins rund 149.000 Euro geworden.

Das bedeutet: Trotz eines Anlagezeitraumes von 10 Jahren(!) hat man im DAX rund 17.300 Euro Kursverluste erlitten und zusätzlich hat man auf 49.000 Euro Zinsen verzichtet.

Anders herum gerechnet: Wer die letzten 10 Jahre mit 100.000 Euro im DAX investiert war, hat ein Guthaben von ca. 86.700 Euro, während sein Kollege mit festverzinslichen Wertpapieren ca. 149.000 Euro auf der Seite hat.

Das macht einen Unterschied von 62.300 Euro aus. Um diese Summe wieder hereinzuholen muss der DAX auf immerhin rund 10.655 Punkte klettern und dann ist erst Gleichstand (stimmt auch nicht ganz, weil sich die festverzinslichen Wertpapiere ja immer noch laufend weiter verzinsen.).

„Aber ich dachte immer, dass Aktien die beste Anlageform sind. Das sagen doch alle.“

Was alle sagen, ist deshalb nicht automatisch wahr. Wir vom Finanzplan Team glauben gar nichts unbesehen. Wir rechnen immer selbst nach und schauen uns dann das Ergebnis an.


Deshalb hier einmal eine ganz langfristige Betrachtung seit 1959:

Man sollte es kaum glauben, aber die Aussage, dass Aktien (langfristig) die einzig seligmachende Anlageform ist, gerät doch arg ins Schwanken, wenn man sich die Rendite einmal wirklich realistisch betrachtet.

Vom 29.09.1959 (da stand der DAX®-Index bei 375) bis zum 04.05.2011 (DAX®-Index-Stand ca. 7.500) betrug die Rendite des Deutschen Aktienindexes gerade einmal ca. 5,8 % im Durchschnitt aller 51,6 Jahre!

Bedenkt man nun noch, dass es vielen (kritische Experten sprechen von bis zu 80%) aller Aktienfondsmanagern nicht einmal gelingt, ihre so genannte Benchmark (also den Vergleichsmaßstab) zu übertreffen, fragt man sich als Anleger zu Recht, wie hoch der Anteil an Aktien(fonds) im eigenen Depot sein sollte.

Was aber auf keinen Fall stimmt, ist die Aussage vieler Verkäufer bei Banken und Finanzvertrieben, dass Aktien langfristig immer bei über 11 oder 12 % Rendite liegen würden.

Was ebenfalls nicht richtig ist, ist die Aussage, dass man keine Verluste machen kann, wenn man die Aktien mindestens 5 oder 10 Jahre lang behält.


Deshalb hier ein Zwischenfazit:

Aktien sind immer eine Spekulation. Man sollte sich genau überlegen, wie viel Prozent seines Geldes man verlieren kann, ohne dass man dann traurig ist oder gar in finanzielle Bedrängnis kommt.

Die Devise ‚Aktien kaufen und halten’ funktioniert nicht automatisch. Es gab viele Abschnitte, in denen man – auch über 10 Jahre hinweg – mit Aktien riesige Summen (siehe vorheriges Beispiel) verloren hat.

Wenn Sie mit Aktien handeln wollen, dann ist wirkliches ‚handeln’ angesagt. Das bedeutet, man versucht Kurschancen zu nutzen, indem man bei niedrigen Aktienkursen einsteigt und dann aber auch wieder verkauft, wenn man die Rendite erzielt hat, die man sich beim Kauf vorgenommen hat.

Aktien zu kaufen und damit zu handeln, muss zu Ihrem eigenen Anlagecharakter passen. Wenn Sie das gern tun, ist es o.k. - wenn Sie aber eigentlich nicht der Typ dazu sind oder gerade andere, wichtige Aufgaben haben, lassen Sie es einfach sein.

Es gibt auch ein Leben ohne Aktien, und Chancen auf Gewinn gibt es auch in anderen Bereichen des Lebens :-)

Kommen wir nun zum zweiten Punkt und der beschäftigt sich damit, wie man sein eigenes Verlustrisiko überhaupt ermittelt.

Wenn Sie Geld anlegen wollen, stehen Sie immer vor der Entscheidung: Sicherheit oder Rendite?

Wählen Sie eine zu große Sicherheit, bleibt langfristig kaum ein Ertrag übrig, da die Höhe der Zinsen die Inflationsrate kaum übersteigt.

Wählen Sie Rendite, dann haben Sie die Chance, viel Geld zu verdienen, aber es besteht auch das Risiko, viel Geld zu verlieren. Das ist davon abhängig, welche Anlageformen Sie gewählt haben und wie Ihr Depot aufgestellt ist.

Hier kann Ihnen das schon erwähnte Berechnungsmodul Risikopotentialanalyse (die RPA) eine äußerst wertvolle Hilfe sein, denn es zeigt Ihnen auf einfache und anschauliche Weise, ob Sie Ihr Depot so zusammengestellt haben, dass es auch zu Ihnen passt.

Damit ermitteln Sie Ihre Anlagestrategie ganz leicht selber. Geben Sie einfach mal Ihre bisherige Depotaufteilung in das Modul ein, dann können Sie leicht feststellen, wie hoch eigentlich Ihr Risiko ist, wenn Sie Ihr Depot so weiterführen wie bisher.

Und so funktioniert die RPA: Den Gesamtwert Ihres derzeitigen Depots tragen Sie in die dafür vorgesehene Zelle ein und teilen diesen dann prozentual auf die verschiedenen Geldanlagen, die bei Ihnen bereits bestehen.

Wer bereits in Aktien oder Aktienfonds investiert ist, weiß, dass es immer mal wieder kleinere und auch größere Börsencrashs gibt. Ein solcher Börsencrash kann mit diesem Modul simuliert werden, um die Auswirkungen auf das Gesamtdepot zu erkennen.

In den ersten beiden Spalten können Sie das maximale Verlustrisiko der Anlage eintragen. Dabei gehen wir davon aus, dass ein solcher Verlust während der Anlagedauer nur einmal und nicht jedes Jahr eintritt.

In den nächsten 3 Spalten können Sie die absolut sichere Rendite sowie die maximale Gewinnchance der Anlage pro Jahr eintragen.

Darunter sehen Sie dann eine graphische Aufteilung Ihres gesamten Depots und rechts daneben die Wertentwicklung der einzelnen Anlagen, den Gewinn oder Verlust des Depots innerhalb der Anlagedauer sowie die maximale Rendite des Depots pro Jahr.

Stellen Sie dadurch fest, dass Ihr Depot ein zu hohes Risiko ausweist, dann können Sie mit ein paar Mausklicks die Aufteilung verändern und Ihrem Depot mehr Sicherheit geben, indem Sie die eine oder andere Anlage umschichten. So müssen Sie sich zukünftig keine Sorgen mehr machen, ob Sie wirklich die passende Anlagestrategie für sich gefunden haben.

Tipp! Dieses Zusatzmodul ist vor allem auch für Finanzberater empfehlenswert, die damit ihrer Verantwortung nachkommen und die Kundendepots so ausrichten, dass ein Kapitalverlust nahezu ausgeschlossen ist.

Das Modul kostet nur ein paar Euro und kann auf der Webseite zum Buch unter http://www.mein-finanzbrief.de/wohlstand/ erworben werden.


 

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Leseprobe aus dem Buch 'Die 8 Grundgesetze Wohlstands - ISBN 9783842365315'


Hier gelangen Sie zur Webseite des Buches und zur ausführlichen Beschreibung



 

Erstellt am: 23.08.2011



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