Spekulieren Sie nicht mit Ihrer Altersversorgung. Nie, denn Gier tötet Hirn!
Schalten Sie die Gier aus. Bestimmt kennen Sie den Spruch ‚Gier tötet Hirn'. Trotzdem fallen Jahr für Jahr hunderttausende von Anlegern in schöner Regelmäßigkeit auf windige Anlageberater herein, die Traumrenditen versprechen.
Sie sollten keinesfalls dazugehören. Denken Sie bitte immer daran, dass - mögliche - höhere Zinsen immer auch mehr Risiko bedeuten.
Lassen Sie also am besten die Hände von Spekulationsgeschäften wie Warentermingeschäfte, Anlagen in Schweinebäuche und Orangensaft.
Und obwohl ich ein absoluter Fan von Immobilien bin: Auch der Kauf einer Eigentumswohnung oder eines Mietshauses, die vermietet werden, sollte wohl überlegt sein und darf keinesfalls nur aus steuerlichen Überlegungen erfolgen!
Bei Immobilien muss man wirklich vieles beachten. Das würde aber den Rahmen und das Thema dieses Buches sprengen. Wir veranstalten dazu immer wieder einmal Online-Workshops, die Sie sich gerne einmal auf unserer Workshopplattform http://www.workshopweb.de/ ansehen können.
Vergessen Sie bitte auch sämtliche Steuersparmodelle. Treffen Sie nie eine Anlageentscheidung aufgrund steuerlicher Vorteile. Wenn das Produkt alleine nichts taugt, macht es auch eine Steuervergünstigung nicht besser.
Schauen Sie in den Osten der Republik und sehen Sie sich die vielen tausend leerstehenden Wohnungen an, die von Westbürgern zu Steuersparzwecken gekauft wurden, dann wissen Sie, was ich meine.
Weiterhin gilt natürlich auch: Setzen Sie nie alles auf eine Karte. Es ist in aller Regel unklug, sich nur für eine einzige Anlageform zu entscheiden.
Wer beispielsweise nur Immobilien hat - die ja durchaus eine gute Anlageform sein können - gerät bei einer Immobilienkrise sehr ins Schleudern, wenn er seine Häuser verkaufen möchte. Gleiches gilt auch für Menschen, die ihr Heil alleine in Aktien suchen.
Der Mix macht es also aus. Ein gut gemischtes Depot besteht sowohl aus festverzinslichen Wertpapieren, wie auch aus Immobilien, wer mag aus Aktien oder ETFs (börsengehandelten Indexfonds) sowie eventuell etwas Gold und Silber.
Lassen Sie sich bitte nicht einreden, ein Depot müsste so oder so aufgeteilt sein. Wie Sie Ihr Depot aufteilen, ist alleine Ihrer Risikobereitschaft und Ihrer persönlichen Situation nach zu entscheiden. Es gibt keine Depotaufteilung, die allein selig machend ist. Es gibt nur eine, die zu Ihnen passt.
Sie müssen sich damit wohlfühlen und ruhig schlafen können, dann ist es für Sie passend. Eine gute Sache ist die Risikopotenzialanalyse, die Sie im Finanzplan finden. Hier können Sie sehr leicht herausfinden, mit welcher Mischung Sie für sich am zufriedensten sind.
Lassen Sie sich vor allem bei Aktien nicht blenden. Auch Aktien sind nicht die einzig wahre Anlageform. Bei Aktien wird immer wieder eine durchschnittliche Rendite von 12% in den Raum gestellt.
Es gab natürlich Zeiträume, in denen Aktien dieses Ergebnis gebracht haben, es gab aber auch Zeiten, da haben sich Aktien in wenigen Monaten schlicht halbiert.
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Erstellt am: 24.08.2011

