Tina und Stephan Kaiser: "Wer die 8 Grundgesetze des Wohlstands kennt und sich der FinanzPlan-Idee bedient, kommt einfach gut mit seinem Geld aus."

Begrenzen Sie das Risiko Ihrer Geldanlagen auf ein vernünftiges Maß



Wer wohlhabend werden will, muss zuerst einmal darauf achten, dass er kein Geld verliert. Er muss Verluste vermeiden!

Anders formuliert: Auf dem Weg zur ersten Million sollte man das Spekulieren tunlichst vermeiden.

Es gibt Menschen, die auf ihrem Weg zu Wohlstand gerne eine Abkürzung nehmen möchten. Sie wollen nicht warten, bis sich aus sicheren Kapitalanlagen das gewünschte Sparziel ergibt. Sie sind ungeduldig und wünschen sich schnell große Anlageerfolge.

Oftmals fangen sie deshalb an zu spekulieren. Sie legen zuviel ihres Geldes, also einen zu großen Teil davon, in risikoreiche Anlageformen wie Aktien, geschlossene Fonds etc. an.

Unterstützt von Anlage’beratern’, die das Risiko kleinreden oder überhaupt nicht erwähnen, ergeben sich so geradezu abenteuerliche Depotzusammenstellungen bei Menschen, die ansonsten eigentlich ‚ganz normal’ sind.

So kommt es dazu, dass der Facharbeiter und seine Frau, die momentan zuhause ist und die Kinder großzieht, plötzlich einen Aktienanteil von 80% haben und sich im TecDAX engagieren.

Zur Erläuterung: Der TecDAX ist ein deutscher Aktienindex für Technologiewerte und wurde im März 2003 eingeführt. Er ist der Nachfolger des durch Insidergeschäfte und Bilanzfälschungen in Verruf geratenen Nemax50 – auch als neuer Markt bekannt. Das Risiko im TecDAX ist also wesentlich höher, als in deutschen Standart DAX-Werten.

Oder es kommt dazu, dass ein 55-jähriger Arzt, der eigentlich in 5 Jahren in den Ruhestand gehen möchte, den Großteil seines Vermögens in stille Beteiligungen steckt oder leichtsinnigen Immobiliengeschäften in den USA hinterher rennt.

In den letzten 30 Jahren habe ich bestimmt über 1.000 Beratungen und Coachings durchgeführt. Noch nie habe ich jemanden kennengelernt, der durch Spekulationen wirklich reich geworden und geblieben ist.

Im Gegenteil, das Muster war stets das Gleiche:
Nach anfänglichen Gewinnen kamen die Verluste oder es stellten sich gleich Verluste ein. Ob das die Aktieneuphorie bei der Telekomaktie war oder die großen Gewinnaussichten am neuen Markt. Ob es sich um geförderte Immobilien in den neuen Bundesländern handelte oder um Warentermingeschäfte.

Ob Immobilien in den USA gekauft wurden oder Anleihen in Griechenland und Co., oder, oder, oder... Immer kam es letztendlich dazu, dass die große Masse die Verluste einfuhr, um wenige – windige Geschäftemacher -noch reicher zu machen, als die ohnehin schon waren.

Ich persönlich lege allergrößten Wert darauf, nur in solche Geschäfte zu investieren, in die ich den 100%igen Einblick habe. Aktien beispielsweise würde ich am liebsten nur von meiner eigenen Firma kaufen. Nur sind wir leider keine AG :-).

Dann weiß ich, was das Management wirklich macht und wie die Firmenlage tatsächlich ist und muss mich nicht auf Informationen aus der Zeitung oder auf der Hauptversammlung verlassen.

Dann lege ich bei meinen eigenen Geldanlagen noch sehr großen Wert auf die Verfügbarkeit. Das bedeutet, ich möchte jederzeit und in vollem Umfang über mein Geld verfügen können. Wer so denkt, für den scheiden eine ganze Menge an Anlageformen aus. Insbesondere so genannte ‚stille Beteiligungen’ bei denen man oft erst nach 10, 15 oder gar 20 Jahren wieder an sein Geld herankommt.

Überlegen Sie doch einmal, was in den letzten 20 Jahren alles in Ihrem Leben passiert ist. Das ist doch eine lange Zeit, um sich in einer Geldanlage zu binden. Zumindest ein Kündigungsrecht – möglichst ohne Verluste – muss in einer Anlageform gewährleistet sein, damit ich einen Kugelschreiber nehme und meinen Namen unter das Antragsformular schreibe.

Noch etwas ist wichtig und das beachten leider nur wenige Anleger:

Stellen Sie sich vor, Sie legen heute 100.000 Euro an der Börse an. Im ersten Jahr haben Sie 50% Verlust und im zweiten Jahr haben Sie Glück und erzielen 50% Gewinn.

Wie hoch ist Ihr Guthaben am Ende des zweiten Jahres?

So rein gefühlsmäßig könnte man meinen: „Na ja, einmal 50% verloren und einmal 50% gewonnen, also habe ich meine 100.000 Euro wieder.“

Mal abgesehen davon dass Sie dann zwei Jahre lang Geld für Null Prozent Zinsen angelegt hätten und so bei nur 5% Zins auf immerhin 10.250 Euro Zins und Zinseszins verzichtet hätten, stimmt es gar nicht, dass Sie Ihre ursprüngliche Summe wieder hätten.

Ihr Guthaben am Ende des zweiten Jahres wäre 75.000 Euro – Sie hätten also ein Viertel Ihres Vermögens eingebüßt!

Upps... könnte man nun denken, der Stephan Kaiser ist aber auch ein Schwarzseher. Vielleicht mache ich ja im ersten Jahr 50% Gewinn und dann erst im zweiten Jahr 50% Verlust.

Okay, wenn man das umdreht, wie hoch ist dann Ihr Guthaben am Ende des zweiten Jahres?

Richtig, der Taschenrechner bringt es ans Licht. Auch dann haben Sie auf den sicheren Zins von 10.250 Euro verzichtet und lediglich ein Guthaben von 75.000 Euro.

In beiden Fällen hätten Sie somit 35.250 Euro ‚versenkt’. Um diese Summe Netto zu verdienen und wieder auf die Seite zu sparen, dürften wir alle eine Weile brauchen.

Mal ‚Hand aufs Herz’: Hätten Sie das rein gefühlsmäßig so eingeschätzt? Die meisten Anleger liegen da falsch und das ist vielleicht auch der Grund, weshalb man das Risiko einer Geldanlage so häufig unterschätzt.

Ein ganz profanes Mittel, um die für Sie passende Aufteilung Ihres Vermögens herauszufinden, ist im Übrigen eine Risikopotentialanalyse (RPA).

Wir haben eine solche RPA entwickelt. Sie kostet nur ein paar wenige Euro und ist auf der Webseite zum Buch erhältlich. Mit einer RPA haben Sie Ihr Anlagerisiko im Griff. Und das für immer. Aber dazu mehr im nächsten Kapitel.


 

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Leseprobe aus dem Buch 'Die 8 Grundgesetze Wohlstands - ISBN 9783842365315'


Hier gelangen Sie zur Webseite des Buches und zur ausführlichen Beschreibung



 

Erstellt am: 23.08.2011



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