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Nordic Walking
Zu hohe Gelenkbelastung beim Nordic Walking? Bei Einsatz der
richtigen Technik keineswegs. Das beweist eine neue
sportwissenschaftliche Studie.
Im Zentrum der Untersuchung des Münchener Sportwissenschaftlers
Eberhard Schlömmers standen die auftretenden Kräfte beim Nordic
Walking im Schuh und im Stock. Die Ergebnisse bieten wichtige
Schlussfolgerungen für die Sportpraxis und die Weiterentwicklung der
Nordic Walking Technik. 14 erfahrene Nordic Walker zwischen 22 und
55 Jahren wurden mit Druckmesssohlen, speziellen, im Stock
integrierten, Kraftaufnehmern sowie einer Geschwindigkeitskamera
untersucht.
Die Ergebnisse der vertikalen Bodenreaktionskräfte unter den Füßen
ergab eine nur sehr mäßige bis geringe Entlastung durch den Einsatz
der Stöcke im Vergleich zum normalen Gehen. Der Belastungsgrad unter
den Füßen lässt sich einordnen zwischen dem beim normalen Gehen und
dem beim normalen Walking, ist also relativ gering.
Die erstmals untersuchten Stockkräfte zeigten hingegen das Potenzial
auf, das im Bewegungskonzept des Nordic Walking steckt: ein
effektives Krafttraining für wirbelsäulennahe Muskulatur, Rumpf und
Armmuskeln. Die weiblichen Teilnehmer erreichten während der
Schubphase bei intensivem Stockeinsatz und einem langsamen bis
moderaten Bewegungstempo maximale vertikale Kraftspitzen bis zu acht
Kilogramm, die Herren sogar bis zu elf Kilogramm pro Stockeinsatz.
Die entstehenden Impulse und Kräfte bei aktiver Arm- und Rumpfarbeit
während der Schubphase, moderatem Gehtempo und einer guten
Realisierung der Nordic Walking- Technik sind vergleichbar mit
Ergebnissen von Kraftmessungen aus dem klassischen Skilanglauf.
Schlömmers Fazit: Nordic Walking ist effektives Ganzkörpertraining
höchster Qualität.
Quelle: Technische Universität München
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