Tina und Stephan Kaiser: "Wer die 8 Grundgesetze des Wohlstands kennt und sich der FinanzPlan-Idee bedient, kommt einfach gut mit seinem Geld aus."

 
 

Die Wiedergeburt des Gemüsegartens

 



Früher war der Gemüsegarten hinter dem Haus eine Selbstverständlichkeit, um sich selbst wenigstens ein Stück weit mit heimischen Gemüse-und Obstarten versorgen zu können. Die Geldersparnis und die meist bessere Qualität sind weitere Vorteile dabei.

Wer schon darüber nachgedacht hat, es selbst zu versuchen, den möchten wir gern weiter ermutigen. Es ist mit ein bisschen Vorbereitung eine ganze Menge machbar, sogar wenn Sie auf Kunstdünger und Spritzmittel verzichten möchten.

Vielleicht stören Sie schon lange eine Reihe alter unansehnlicher Sträucher, oder paar Meter Staudenbeet, das nur Mühe macht. Auch auf kleinster Fläche lässt sich eine ganze Menge an Obst, schmackhaften Küchenkräuter und Gemüse anbauen. Auf 10 bis 15 Meter sind vier Personen in der Saison bei einer Breite von etwa 2 Metern fast vollständig mit Gemüse, Beeren und Kräutern versorgt.

Ein besonderer Tipp ist der Anbau auf einem Hügelbeet. Hügelbeete sind schon vor Jahrhunderten z. B. bei den Chinesen bekannt, also keine neue Erfindung. Ein Hügel bietet bei einer Höhe von etwa 1,50m eine viel größere Anbaufläche als ursprünglich zur Verfügung steht, und sie brauchen sich weniger zu bücken. Als Einsteiger stellt sich der Erfolg auf einem Gemüsehügel sicherer ein, als auf einem „normalen“ Beet.

Das Geheimnis ist der Aufbau im Inneren.

Für den Aufbau eines Hügels wird zuerst die oberste vorhandene Bodenschicht auf einer Länge von etwa 1,50m Breite entfernt und zur Seite gelegt. Die Länge des Hügels bestimmt ihr Platzangebot. Diese oberste Schicht ist es die Humusschicht, die später wieder verwendet wird. Unten schichten Sie Reisig, Heckenschnitt, Äste oder genügend anderes grobes Material auf der Fläche auf. Darauf wird Erde, die Unkräuter mit den Wurzeln nach oben, ebenso umgedreht Rasenziegel, so vorhanden, ebenso Hühnermist, Rinderdung oder was erhältlich ist, aufgebracht (Gartenmärkte verkaufen Rindermist getrocknet in Tüten). Zuletzt wird die Bodenschicht aufgebracht und eine glatte Fläche erzeugt. Eine Neigung des Hügels von 70 bis 80 Grad ist ideal.

So aufgebaut findet im Inneren ein ständiger Rotteprozess statt, der vor allem im ersten Jahr alle starkzehrenden Gemüse optimal mit Nährstoffen versorgt und Dünger überflüssig macht. Schwere Böden sind optimal belüftet und mehr Wärme entsteht als auf einem bodenebenen Beet. Nützliche Gartenhelfer wie der Regenwurm werden schnell einziehen.
Eine kleinere Anlage lässt sich von Hand bewerkstelligen, sonst ist ein ausgeliehener Minibagger eine wertvolle Arbeitserleichterung.

Als Standort eignet sich jede Stelle außer dunkle, kalte sonnenlose Plätze.

Im ersten Jahr gedeihen alle Kohlsorten besonders gut, ebenso Sellerie, Gurken und Tomaten und Kürbisse. Als Saatgut für Kürbis kann ein einziges Kerngehäuse z. eines Hokaido -Kürbisses ausreichen, um 20-30 neue Kürbisse ernten zu können. Ansonsten ist immer der Einkauf von hochwertigem Saatgut für den Start und gute Pflanzware bei einem seriösen Anbieter empfehlenswert. Es ist keine Ersparnis schlechte Saat mit minderwertiger Keimkraft auszubringen. Viele Sorten, wie z. B. Spinat, Dill, Rettiche oder Koriander lassen sich im zweiten Jahr aus dem entstandenen Samen weiter kultivieren. Daher ist gute Ausgangsware sinnvoll.

Die Zusammenstellung der Pflanzengemeinschaften erfordert für den biologischen Pflanzenbau, der günstige Zusammenstellung der Kulturen für ein gesundes kräftiges Wachstum nützen möchte ein bisschen theoretische Kenntnisse, die sich über den bevorstehenden Winter an dunklen Abenden gemütlich im Lesesessel aneignen lassen.

Auch können Sie den Spätsommer noch nutzen, um ein Hügelbeet anzulegen, um für die nächste Gartensaison gleich vorbereitet zu sein.


Beerensträucher eignen sich als Windbremsen oder Sichtschutz und sind für eine Herbstpflanzung optimal geeignet. Ein kleinwüchsiges Obstbäumchen oder Säulenobst kann ebenso gepflanzt werden und künftig als lichte Beschattung dienen.

Das Laub bietet dann im Herbst eine Mulchschicht, die die wertvollen Bodenorganismen nährt und vor Witterungseinflüssen schützt.

Auch Erdbeeren gehören im September aufs Beet. Guter Partner ist der Knoblauch, dessen Zehen in Mischkultur mit den Beeren gesteckt werden. Auch passen Frühlingszwiebel in den Beerenreihen gut dazu, die dazwischen gesät werden können. Ebenso ist in der ersten Septemberhälfte noch Zeit für Winterrettiche und Feldsalat.

Wenn der Platz, der zur Verfügung steht, es erlaubt, bietet eine halbrunde Hügelform, also wie ein Hörnchen eine ideale Sonnenfalle. Gestalten Sie es nach Süden hin offen. Die Sonnenstrahlung und Wärme wird so optimal ausgenutzt. Die Bodentemperatur ist in einem Hügel sowieso höher und günstiger als auf der flachen Erde.

Der eigenen Kreativität und dem Experimentieren sind keine Grenzen gesetzt. Mit Kindern zu gärtnern und im Herbst z.B. eigene Zwiebel mit Äpfel und Rotkohl zu einem schmackhaften Gericht zuzubereiten, verbindet das Nützliche mit dem Angenehmen. Für die Kids ist ein eigener unterer Bereich des Hügelbeets prima, sie bücken sich noch leicht. Gartenarbeit ohne viel Bücken und ohne jährliches Umgraben, denn umgegraben müssen Hügel natürlich nicht werden, ist ein produktiver Ausgleich zu allen sitzenden beruflichen Tätigkeiten.

Während der ganzen Sommersaison reicht dann der Weg ins Beet, um schmackhafte, frische Produkte auf den Tisch zu bringen. Ein Versuch lohnt sich. Wir haben es selbst getestet und so haben sich die Kaisers im Jahr 2009 erstmalig mit Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten komplett selbst versorgt...


 




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