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Investmentfonds, der ausschließlich oder überwiegend festverzinsliche
Wertpapiere wie z. B. Pfandbriefe, Kommunalobligationen, Anleihen, Euro-Anleihen
ausländischer Aussteller und Fremdwährungsanleihen enthält.
Im Jahr 1966 wurden die ersten deutschen Rentenfonds aufgelegt. Sie nahmen bald
eine bedeutende Stelle im Portfoliomix der Anleger ein.
Rentenfonds bestehen überwiegend aus festverzinslichen Wertpapieren, aus
Anleihen der Bundesrepublik Deutschland sowie öffentlicher Unternehmen und
Institutionen, Kommunalobligationen, Pfandbriefen, Wandelschuldverschreibungen,
Optionsanleihen und Null-Kupon-Anleihen. Darüber hinaus dürfen
Schuldscheindarlehen und nicht-notierte festverzinsliche Wertpapiere, insgesamt
bis zu 10 % sowie Geldmarktpapiere mit einer Restlaufzeit von maximal 12 Monaten
bis zu 49 % des Sondervermögens erworben werden.
Grob unterscheidet man zwischen national und international anlegenden
Rentenfonds. Bei international anlegenden Fondstypen ist es Ziel des
Managements, die häufig höheren Zinsen an den internationalen Rentenmärkten zu
nutzen und zusätzliche Wertsteigerungen durch Währungskursgewinne zu erzielen.
Eine weitere Differenzierung ergibt sich aufgrund der unterschiedlichen
Laufzeitenstrukturen der im Portefeuille befindlichen Wertpapiere. Neben den
Fonds, die einen breit gefächerten Mix an Laufzeiten halten, stehen die Fonds,
die spezielle Anlageziele verfolgen. Es handelt sich dabei zum einen um
Rentenfonds mit kurzer Laufzeit oder Restlaufzeit sowie Anleihen mit variabler
Verzinsung. Für den Anleger bedeutet dies, dass die im Portefeuille befindlichen
Wertpapiere mit kürzeren Laufzeiten das durch Zinsveränderungen am Kapitalmarkt
hervorgerufene Kursrisiko stark eingrenzen.
Noch enger an die kurzfristige Entwicklung des Kapitalmarktes angepasst sind die
geldmarktnahen Rentenfonds. Mit ihnen soll eine geldmarktnahe Verzinsung der
eingelegten Gelder bei geringstem Risiko erzielt werden. In Ausschöpfung der
gesetzlichen Möglichkeiten des Investmentgesetzes können derartige Fonds bis zu
49 % des Fondsvermögens in Bankguthaben (z. B. Tages- und Termingeld) und
Geldmarktpapieren (Einlagenzertifikate von Kreditinstituten, unverzinsliche
Schatzanweisungen und Schatzwechsel des Bundes und der Bundesländer und
vergleichbare Papiere der OECD-Staaten) halten. Ziel dieser Fonds ist es, durch
das Auftreten am Geldmarkt als institutioneller Anleger eine deutlich bessere
Verzinsung zu erzielen, als dies dem Privatanleger normalerweise möglich ist.
Angesprochen werden z. B. Anleger, die nach einer kursunempfindlichen,
zwischenzeitlichen Anlagemöglichkeit suchen oder die Geldbeträge, die
zweckgebunden auf Zeit zur Verfügung stehen, ohne Kursrisiken bei angemessener
Verzinsung parken wollen.
Zu erwähnen sind schließlich noch die Rentenfonds mit begrenzter Laufzeit sowie
darüber hinaus Fonds, die sich auf Spezialitäten wie Wandel- und
Optionsanleihen, Zero-Bonds oder bestimmte Währungsbereiche konzentrieren.
Quelle:
www.bvi.de
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