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Forward Darlehen
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Forward-Darlehen - auch Voraus- oder Vorratsdarlehen genannt - kommen für
Immobilienbesitzer in Betracht, die in absehbarer Zeit umfinanzieren wollen und
künftig mit steigenden Zinsen rechnen. Damit können sie sich die günstigen
Konditionen in einer Phase niedriger Zinsen sichern, um gegen eine mögliche
Hochzinsphase gewappnet zu sein.
Dabei vereinbart der Kunde mit seinem Geldgeber bereits heute einen festen
Zinssatz für ein Darlehen, das erst in einem bis drei Jahren ausgezahlt wird.
Bis zur Auszahlung entstehen für den Darlehensnehmer keine Kosten. Umsonst ist
die Zinssicherheit aber nicht. Denn die Banken berechnen je nach Laufzeit einen
Aufschlag.
Marktgängig sind derzeit Darlehen, bei denen der Zinssatz bis zu 3,5 Jahre im
voraus festgelegt wird. Damit kommt das Forward-Darlehen vor allem für
Immobilienbesitzer in Frage, deren Zinsbindung in den nächsten drei bis vier
Jahren abläuft.
Allerdings sollten diejenigen, bei denen es nicht feststeht, dass sie zum
vereinbarten Zeitpunkt den Kredit auch wirklich abnehmen, die Finger von
Forward-Darlehen lassen. Denn bei Nichtabnahme des Darlehens lassen sich die
Banken dann die entgangenen Zinsen bezahlen.
Ob sich die Möglichkeit, einen teuren Kredit vorzeitig aufzulösen, um niedrigere
Zinsen zu bekommen lohnt, sollte man sich wegen der hohen
Vorfälligkeitsentschädigung zunächst genau berechnen lassen. Ist das nicht der
Fall, dürfte ein Forward-Darlehen zweckmäßig sein.
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