Zinstricks bei Sparplänen
Um Sparpläne für den Kunden attraktiver zu gestalten, greifen Banken gern mal zu Zinstricks und werben mit einem Extrazins, Bonus- oder Wachstumszinsen.
Auf den ersten Blick sieht es für den Anleger vielversprechend aus, wenn er beispielsweise bis zu 5 Prozent Zinsen oder zusätzlich 50 Prozent Bonuszinsen erhalten kann.
Allerdings wissen viele Anleger oft gar nicht, wann und worauf der Bonuszins gezahlt wird.
In der Regel wird ein solcher Sparvertrag mit einem äußerst geringen Basiszins jährlich verzinst. Die Bonuszinsen gibt es meist erst nach vielen Sparjahren und dann auch nur auf den Jahressparbeitrag und nicht auf das bis dahin angesparte Vermögen. Dadurch kommt der bei einer Geldanlage so wichtige Zinseszinseffekt gar nicht richtig zum Tragen.
Manche Sparpläne zahlen Zinsboni auch nur auf die gezahlten Zinsen eines Jahres.
Ähnlich sieht es bei Sparplänen mit so genannten Zinstreppen aus. Hierbei steigen die Zinsen Jahr für Jahr an. Hohe garantierte Zinsen, das klingt für manchen Anleger richtig gut.
Geworben wird dabei immer mit dem höchsten Zinssatz, den gibt es allerdings nur im letzten Sparjahr. Die durchschnittliche Rendite dieser Sparpläne liegt oft nur knapp über dem Zinssatz für Tagesgelder.
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Erstellt am: 06.07.2010
