Tina und Stephan Kaiser: "Wer die 8 Grundgesetze des Wohlstands kennt und sich der FinanzPlan-Idee bedient, kommt einfach gut mit seinem Geld aus."

 

Tickt unser Steuersystem noch richtig?



Das deutsche Steuer-System

Es waren einmal zehn Männer, die jeden Tag miteinander zum Essen gingen. Die Rechnung für alle zusammen betrug jeden Tag genau 100 Euro. Die Gäste zahlten ihre Rechnung wie wir unsere Steuern, und das sah ungefähr so aus:

Vier Gäste (die Ärmsten) zahlten nichts. Der Fünfte zahlte einen Euro. Der Sechste drei Euro. Der Siebte sieben Euro. Der Achte zwölf Euro. Der Neunte 18 Euro. Der Zehnte (der Reichste) zahlte 59 Euro.

Das ging eine ganze Zeitlang gut. Jeden Tag kamen sie zum Essen und alle waren zufrieden. Bis der Wirt Unruhe in das Arrangement brachte, indem er vorschlug, den Preis für das Essen um 20 Euro zu reduzieren - wie nett von ihm!

Jetzt kostete das Essen für alle zehn Männer nur noch 80 Euro. Aber die Gruppe wollte unbedingt weiter so zahlen, wie sie besteuert werden.

Dabei änderte sich für die ersten vier nichts, sie aßen weiterhin umsonst. Wie sah es aber mit den restlichen sechs aus? Wie konnten sie 20 Euro Ersparnis so aufteilen, dass jeder etwas davon hatte?

Die Sechs stellten schnell fest, dass 20 Euro geteilt durch sechs Zahler 3,33 Euro ergibt. Aber wenn sie das von den einzelnen Teilen abziehen würden, bekämen der Fünfte und der Sechste noch Geld dafür, dass sie überhaupt zum Essen gehen. Also schlug der Wirt den Gästen vor, dass jeder ungefähr prozentual so viel weniger zahlen sollte, wie er beisteuerte.

Heraus kam dabei folgendes: der fünfte Gast zahlt ab sofort nichts mehr (100 Prozent Ersparnis). Der Sechste zahlte zwei statt drei Euro (33 Prozent Ersparnis). Der Siebte zahlte fünf statt sieben Euro (28 Prozent Ersparnis). Der Achte zahlte neun statt zwölf Euro (25 Prozent Ersparnis). Der Neunte zahlte 14 statt 18 Euro (22 Euro Ersparnis). Der Zehnte (der Reichste) zahlte 49 statt 59 Euro (10 Euro Ersparnis).

Jeder der sechs kam günstiger weg als vorher und die ersten vier aßen immer noch kostenlos. Aber als sie vor der Wirtschaft noch mal nachrechneten, war das alles doch nicht so ideal, wie sie dachten. »Ich habe nur einen von den 20 Euro bekommen!« sagte der Sechste und zeigte auf den Zehnten, den Reichen, der kriegt zehn Euro!«

»Stimmt«, rief der Fünfte, »Ich habe nur einen Euro gespart und er spart zehnmal soviel wie ich.« »Wie wahr!« rief der Siebte. »Warum kriegt der 10 Euro zurück und ich nur zwei? Alles kriegen mal wieder die Reichen!« »Moment mal«, riefen die ersten Vier aus einem Munde. »Wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System beutet die Ärmsten aus!« Und wie aus heiterem Himmel gingen die Neun gemeinsam auf den Zehnten los und verprügelten ihn.

Am nächsten Tag tauchte der zehnte Gast nicht zum Essen auf. Also setzten sich die übrigen neun zusammen und aßen ohne ihn. Aber als es an der Zeit war, die Rechnung zu bezahlen, stellten sie etwas Außerordentliches fest. Alle zusammen hatten nicht genügend Geld, um auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können.

(Quelle leider unbekannt)
 



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