Sind Gold und Silber eine sichere Anlage?
Das gelbe Edelmetall ist nicht nur als Schmuck sehr begehrt, sondern wird gerade in Krisenzeiten vermehrt als sicherer Hafen für die eigenen Ersparnisse genutzt. Angst und Unsicherheit der Menschen waren immer schon zwei gute Argumente für die Anlage in Gold und sind es auch heute wieder.
Doch ist Gold wirklich eine sichere Anlage oder eher ein Spekulationsobjekt?
Seit jeher gilt der Goldpreis als eine Art Krisenbarometer. In der Regel steigt er in wirtschaftlich unsicheren Zeiten, da mehr Menschen Gold kaufen, um ihr Erspartes vor einer drohenden Geldentwertung zu sichern. Ist die Krise überwunden und fühlen sich die Anleger wieder sicherer, dann fällt in der Regel auch der Goldpreis wieder.
Derzeit liegt er auf einem hohen Niveau, das heißt, Sie kaufen Gold heute (Stand 10/2009) sehr teuer ein.
Steigt die Nachfrage weiter, wird auch der Preis weiter steigen. Daraus könnte sich eine Spekulationsblase bilden, die letztendlich zerplatzt und zu einem Kurssturz führt.
Wird die momentane weltweite Krise in den nächsten Jahren doch überwunden, kann der Goldpreis auch wieder dramatisch fallen.
In beiden Fällen besteht die Gefahr, anstatt Ihr Vermögen zu sichern, hohe Verluste zu machen. Ihr Gold wäre dann wesentlich weniger wert, als beim Kauf. Zudem hat es in der Zwischenzeit keinerlei Erträge erwirtschaftet, denn es verzinst sich nicht.
Experten fürchten sogar, dass der private Besitz von Gold, wie in den 30er Jahren in Amerika, auch in Europa verboten werden könnte, wenn die Notenbanken keine andere Möglichkeit sehen, den Wert des Euro aufrechtzuerhalten.
Wer heute in Gold investieren will, kann Gold als Münzen oder Barren wie auch als Wertpapier, in Form eines Fonds oder Zertifikates erwerben. Selbst über Aktien von Goldminen oder Bergbau-Unternehmen lässt sich indirekt am Goldpreis verdienen.
Sollte sich die aktuelle Krise noch verschärfen und sogar zum Untergang des Finanzsystems führen, kann nur physisches Gold in Form von Münzen oder Barren wirklich helfen. Allerdings auch nur bedingt. Wenn Papiergeld wertlos werden würde, hilft der Goldbarren nur wenig, denn er kann nicht einfach gegen andere Waren eingetauscht werden. Selbst der Wert einer einzigen Goldmünze ist viel zu hoch, um damit das Nötigste einkaufen zu können. Zudem kann der Tauschpartner die Echtheit und den genauen Goldgehalt kaum feststellen.
Problematisch ist auch die Aufbewahrung der Münzen und Barren. Die Lagerung zu Hause ist mit einem hohen Risiko verbunden. Die Lagerung bei einer Bank kostet Gebühren.
Wenn Sie Goldmünzen und Barren als Krisenschutz kaufen wollen, sollten Sie nur einen kleinen Teil Ihres Vermögens darin anlegen. Wählen Sie eher Anlagemünzen, wie Krügerrand, Maple Leaf oder Wiener Philharmoniker, da diese in hohen Stückzahlen aufgelegt werden und auch in Krisenzeiten gut handelbar sind.
Vergleichen Sie die Preise und Kosten mehrerer Angebote und verwahren Sie ihr Gold in einem Tresor. Meiden Sie Schnäppchenangebote, wie das vom Discounter Lidl, die generell teurer sind, als Angebote direkt von renommierten Goldhändlern.
Wenn Sie wissen möchten, warum wir von einem Goldkonto bei einer Bank oder Sparkasse genauso dringend abraten, wie von Beteiligungen an Goldminenaktienfonds, börsengehandelten Goldfonds (ETCs) oder Zertifikaten, dann ist das Berechnungsmodul Gold und Silber für Sie interessant.
Es bietet neben ausführlichen Hintergrundinformationen zu Gold und Silber auch Tipps, wie und wo man Edelmetalle am besten erwirbt, sowie zahlreiche Insiderinfos mit Berechnungsbeispielen und dringenen Hinweisen des FinanzplanTeams, die Ihre Anlage schützen:
http://www.mein-finanzbrief.de/shop/product_info.php/info/p77_Anlagen-in-Gold-und-Silber.html
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Erstellt am: 08.10.2009
