Tina und Stephan Kaiser: "Wer die 8 Grundgesetze des Wohlstands kennt und sich der FinanzPlan-Idee bedient, kommt einfach gut mit seinem Geld aus."

 

Grauer Kapitalmarkt



Die Möglichkeiten, sein hart erarbeitetes Geld wieder los zu werden, sind vielfältig. Meist gibt man es einfach wieder aus, um den Lebensunterhalt zu bestreiten oder sich den einen oder anderen Wunsch zu erfüllen.

Dann weiß man aber auch, wo das Geld geblieben ist...

Ganz anders sieht es aus, wenn Sie Ihr Geld dubiosen Anlagebetrügern geben, die es in noch dubiosere Kapitalanlagen legen. Dann sind Sie es auch meist los und wissen nicht einmal, wo es wirklich geblieben ist. Sie denken jetzt vielleicht, das kann mir nicht passieren. Doch die Realität sieht ganz anders aus.

Jahr für Jahr verlieren gutgläubige Anleger Milliarden von Euro durch dubiose Kapitalanlagen auf dem Grauen Kapitalmarkt.

Diese werden nicht von Banken, Versicherungen oder Fondsgesellschaften angeboten, sondern von psychologisch und rhetorisch sehr gut geschulten „Beratern“ (Vermittlern von Finanzdienstleistungs- oder Vermögensverwaltungsunternehmen), die noch dazu äußerst geschickt vorgehen.

Wer Geld anlegen will, hat meist Träume, die er sich so schnell wie möglich erfüllen möchte. Wenn der Berater den Anleger dann mit Worten und Bildern überzeugt, dass sich seine Träume in kürzester Zeit erfüllen könnten, wenn er diese Kapitalanlage zeichnet, dann sind leider viele Anleger sehr empfänglich dafür, denn wer wünscht sich nicht Wohlstand in kürzester Zeit.

Das Lockmittel sind meist überdurchschnittlich hohe Renditen und kräftige Steuervorteile.

Zu den Anlageprodukten, die zum so genannten Grauen Kapitalmarkt zählen, gehören betrügerische Bankgarantiegeschäfte, verlustreiche Termingeschäfte, stille Beteiligungen, unrentable geschlossene Immobilienfonds und auch so genannte „Schneeballsysteme“. Die Auswahl ist groß, das Ergebnis leider oft das gleiche, das Geld der Anleger ist in wenigen Jahren weg.

Als Grauer Kapitalmarkt wird der Geldanlagemarkt bezeichnet, der nicht durch Rechtsvorschriften und Behörden geregelt und auch nicht überwacht bzw. kontrolliert wird. Investoren jeglicher Art sammeln auf diesem Wege Gelder ein, die dann in Projekte fließen, die oft nicht einmal ausreichend beschrieben werden, dafür aber angeblich traumhafte Renditen erwirtschaften sollen.

Anlagebetrüger arbeiten im Grunde genommen immer mit den gleichen Methoden. Der Kontakt erfolgt über einen unerlaubten und unaufgeforderten Anruf auf Empfehlung eines Verwandten oder Bekannten.

Auch so genannte Strukturvertriebe arbeiten gern mit persönlichen Empfehlungen. In der Regel vermitteln diese eher Versicherungen und Bausparverträge, doch im Hinblick auf das Risiko Altersarmut greifen sie auch auf derartige Kapitalanlageprodukte zurück, da sich damit auch immer gut verdienen lässt.

Die Beratung erfolgt dann meist im häuslichen Umfeld. Der Berater klärt, wenn überhaupt, nur unzureichend auf und ist bestrebt, einen schnellen Abschluss zu machen. Mittels Zeitdruck wird er versuchen, eine Bedenkzeit dem Anleger auszureden. Er verspricht eine außergewöhnlich hohe Rendite bei nur geringem Risiko. Vielleicht wird auch noch ein Hochglanzprospekt ausgehändigt, der jedoch oft nicht umfassend über das jeweilige Investment Auskunft gibt und auch die Kosten nicht klar darstellt.

Bei geschlossenen Fonds versprechen Vermittler neben der hohen Rendite auch gern, dass es jederzeit eine Ausstiegsmöglichkeit gibt, bei der man mindestens das eingezahlte Kapital zurück erhält.

Das ist schlicht falsch, denn wenn überhaupt, kann man Fondsanteile an geschlossenen Fonds nur mit teils erheblichen Verlusten über den so genannten Zweitmarkt für Fondsbeteiligungen, der erst im Aufbau ist, veräußern.

Zudem gibt es beim geschlossenen Fonds noch ein weiteres gravierendes Risiko. Eine Beteiligung erfolgt meist als stiller Gesellschafter oder Kommanditist und das heißt, man wird Mitunternehmer und trägt das volle Unternehmensrisiko, ohne Einfluss auf die Geschäftspolitik nehmen zu können. Kommt es zur Insolvenz des Unternehmens, ist Ihr Anteil meist komplett verloren. Beispiele dafür gab es in den letzten Jahren mehr als genug.
Wird Ihnen ein solches Anlageangebot empfohlen, dann sollten bei Ihnen sofort die Alarmglocken läuten.

Die Aussicht auf Renditen, die weit über den marktüblichen Zinsen, z.B. von Banken, garantiert werden, hört sich sicher im ersten Moment toll an. Doch sollten Sie sich sofort die Frage stellen, wie das Anlageunternehmen denn diese Rendite ohne Risiko erwirtschaften will. Manchmal reicht dann schon der gesunde Menschenverstand, um auf den zweiten Blick zu erkennen, dass dies gar nicht möglich ist.



Tipp des FinanzplanTeams:

Investieren Sie niemals in Produkte, die Sie nicht 100-prozentig verstehen, dann werden Sie auch nicht auf solche Anlagen hereinfallen. Die Verantwortung dafür liegt bei jedem selbst.

(Stand 11/2008)

 



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