Tina und Stephan Kaiser: "Wer die 8 Grundgesetze des Wohlstands kennt und sich der FinanzPlan-Idee bedient, kommt einfach gut mit seinem Geld aus."

 

Garantiezertifikate



Garantiezertifikate gehören zur Gruppe der Finanzinnovationen und sind gerade in Zeiten unsicherer Aktienmärkte der Renner. Nach der Devise „Sicherheit ist Trumpf“ werden, laut Anbieter, Verluste begrenzt oder sogar vollständig ausgeschlossen.

Für die überwiegend sicherheitsorientierten Deutschen ein verlockendes Angebot, an Kursgewinnen teilzuhaben, ohne das eingesetzte Kapital vollständig zu verlieren.

Doch schaut man genauer hin, ergeben sich doch einige Nachteile für den Anleger.


Wie funktioniert ein Garantiezertifikat?

In der Regel gibt es eine feste Laufzeit von 5-7 Jahren. Damit die Bank am Ende der Laufzeit Ihr eingesetztes Kapital auch garantiert zurückzahlen kann, erwirbt sie für den überwiegenden Teil Ihres Kapitals eine Nullkuponanleihe (Zerobond), aus der am Ende der Laufzeit wieder das komplette Kapital zur Verfügung steht. Das restliche Kapital wird dann spekulativ eingesetzt, um einen entsprechenden Ertrag zu erreichen.

Der Basiswert ist entweder eine Aktie oder auch ein Index. Wenn es an der Börse aufwärts geht, führt das auch beim Zertifikat zu einem Gewinn. Bei einem Kursverlust schützt die eingebaute Garantie.

Diese Sicherheit hat jedoch Ihren Preis. Die Gebühren sind höher, die Rendite ist geringer und oft fließen die Dividenden dem Herausgeber zu.

Die Kapitalgarantie gilt auch nur am Ende der Laufzeit. Wollen oder müssen Sie Ihr Garantiezertifikat vor Ablauf verkaufen, weil Sie das Geld dringend anderweitig benötigen, ist auch ein Verlust möglich.

Nicht alle Banken garantieren den vollständigen Kapitalerhalt, sondern meist nur 80 bis 95 Prozent der angelegten Summe. Auch ein Ausgabeaufschlag fällt hier an, der in jedem Fall weg ist.

Egal, wie lange Sie Ihr Garantiezertifikat halten, alle Zinsen und Erträge darauf müssen Sie mit Ihrem individuellen Steuersatz (ab 2009 mit 25 Prozent Abgeltungssteuer) versteuern, liegt der Ertrag über dem Freibetrag.


Nach den jüngsten Ereignissen in der amerikanischen Bankenkrise und der ersten Insolvenz einer amerikanischen Bank besteht bei einem Garantiezertifikat noch ein ganz anderes Risiko.

Wird der Emittent, sprich der Herausgeber eines Zertifikats, zahlungsunfähig, nützt Ihnen auch die Garantie bei Ihrem Zertifikat nichts mehr. Während Aktien- und Fondsanlagen als Sondervermögen zählen und bei Insolvenz einer Bank geschützt sind, ist das Zertifikat einer insolventen Bank dann wertlos.



(Stand 09/2008)
 



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