|
(27.11.2005 - bera) Nach Einschätzung der
Citibank zahlt jeder der rund 60 Millionen geschäftsfähigen Deutschen im Jahr
durchschnittlich 80 Euro allein für Dispokreditzinsen. Ein Großteil der
Gebühren ist laut Aussage der Bankenbranche auf ein unbedachtes
Zahlungsverhalten der Kunden zurückzuführen. Einfache Regeln würden dagegen
helfen, unnötige Gebühren einzusparen.
Deutsche können Milliardenbeträge sparen, wenn sie nur wenige, aber sehr
wirksame Tipps bei ihrer Kontoverwaltung beachten. Darauf weist die Citibank,
Düsseldorf hin. Laut Angaben der Bundesbank verlieren die Deutschen im
Durchschnitt jährlich fünf Milliarden Euro allein durch Dispokreditzinsen.
So rät die Citibank, sich ausreichend Zeit für die Wahl der richtigen Bank zu
nehmen. Im Bundesdurchschnitt kostet ein Girokonto rund 100 Euro im Jahr -
Gebühren, die sich durch ein kostenloses Girokonto vermeiden lassen. "Hinzu
kommt, dass Bankkunden in Deutschland oft nicht nur ein sondern zwei oder mehr
Girokonten haben. Im Schnitt sind es nach Erhebungen der Gesellschaft für
Konsumforschung (GfK) 4,2. Das erschwert natürlich den Überblick und führt
ebenfalls zu hohen Kosten durch Gebühren für Konten, die kaum oder gar nicht
genutzt werden", erläutert Tobias Grieß, Direktor Vermögensmanagement Citibank.
Wichtig darüber hinaus: Bei der Kontowahl nicht nur auf eine günstige
Dispokreditverzinsung achten, sondern auch auf eine überdurchschnittliche
Guthabenverzinsung, um im Kontoplus durch hohe Zinsen vorsorgen zu können.
Ebenfalls von gravierendem Einfluss: Das konsequente Zahlen mit der EC- oder
Kreditkarte* erleichtert den Überblick und die Kontrolle der Ausgaben per
Kontoauszug.
Dabei gilt natürlich: Regelmäßig den Kontostand checken - am besten via
Online-Banking, das ist günstiger und erspart darüber hinaus lästige sowie teure
Wege zur Bank. "Viele Bankkunden kontrollieren ihren Kontostand nicht
regelmäßig. Der fehlende Überblick führt häufig zu einer falschen Einschätzung
des eigenen finanziellen Spielraums. Darüber hinaus herrscht häufig eine unserer
Meinung nach falsche Einstellung zum Dispokredit vor: Manche Kunden verstehen
den Dispo als ständig verfügbare und nutzbare Masse. Die Citibank empfiehlt, den
Dispokredit wie einen Notgroschen zu behandeln, den man nur dann nutzen sollte,
wenn man kurzfristig Geld benötigt. Anschließend sollte das Konto jedoch so
schnell wie möglich ausgeglichen werden, um Dispozinsen zu vermeiden", erklärt
Grieß.
Des Weiteren können aber auch bei Zahlungen mit der Kreditkarte Zinsgewinne
durch spätere Kontobelastung eingestrichen werden. Und grundsätzlich gilt: Immer
nur soviel Bargeld wie gerade nötig abheben am besten nur kostenlos an den
Automaten der eigenen oder der Partnerbanken.
Auch rund um das Zahlungsverhalten in punkto Rechnungen lässt sich der ein oder
andere Euro durch richtiges Timing sparen. So sollte immer das zeitliche
Zahlungsziel voll ausgenutzt werden, um die Kontobelastung hinauszuzögern. Bei
regelmäßigen Zahlungen das Lastschrifteinzugsverfahren wählen - so können
Mahngebühren vermieden werden. Und bei größeren Überweisungen und Daueraufträgen
den Ausführungstermin möglichst nach dem Gehaltseingang einrichten. Außenstände
wie zu erwartende Steuerrückzahlungen, Reisekostenabrechnungen oder Erstattungen
von Versicherungen nicht wegen des Verwaltungsaufwands auf die lange Bank
schieben, sondern zügig bearbeiten und einreichen.
Quelle:
http://www.verbrauchernews.de
* Hier ist die Meinung des FinanzplanTeams eine gänzlich andere: Wir empfehlen,
nur einmal pro Monat den benötigen Bargeldbetrag abzuheben, und diesen dann nach
unserer sehr bewährten 'Umschlagmethode'
(siehe FinanzplanBuch) aufzuteilen.
So haben Sie einen viel besseren Überblick, als durch die (für die Banken
natürlich sehr angenehme Zahlungsweise) via Kreditkarte !
|