Anleihen mit Inflationsschutz
Wer sein Geld langfristig anlegt, sollte in jedem Fall auch an die Inflation denken. Ein garantierter Zinsertrag von 3 Prozent wird durch eine Inflationsrate von ebenfalls 3 Prozent - kaufkraftmässig - wieder zunichte gemacht.
Denn: Durch steigende Verbraucherpreise sinkt die Kaufkraft unseres Geldes.
Obwohl im ersten Halbjahr 2009 die Inflationsraten äußerst niedrig lagen (im Mai 2009 bei 0 Prozent), sind viele Verbraucher und Sparer beunruhigt, dass die Inflation in den nächsten Monaten und Jahren kräftig steigen könnte. Dafür sprechen viele Punkte, beispielsweise die steigende Schuldenlast des Staates, die hohe umlaufende Geldmenge und die niedrigen Zinsen.
Niemand kann in die Zukunft schauen und auch die Experten können nicht mit Sicherheit sagen, ob die Inflation steigt, wenn es wirtschaftlich wieder bergauf geht. Einige halten es für die nächste Zeit sogar für möglich, dass die Preise über einen längeren Zeitraum hinweg sinken. Dann spricht man nicht von Inflation, sondern von Deflation.
Wie es auch kommt, als Anleger stehen Ihnen dafür verschiedene, ganz spezielle Geldanlagen zur Verfügung.
Wenn Sie zukünftig von einer steigenden Inflation ausgehen, können Sie beispielsweise mit inflationsgeschützten Anleihen vorsorgen. Dabei können Sie zwischen Bundes- und Bankenanleihen wählen. Diese Anleihen haben eine festgelegte Laufzeit, die jährlichen Zinszahlungen werden an die Inflationsrate angeglichen.
Banken zahlen bei Ablauf der Anleihen in der Regel nur den Nennwert zurück, während bei den Bundesanleihen die Rückzahlung ebenfalls inflationsgeschützt erfolgt. Bankenanleihen bieten zudem keine Mindestverzinsung, das bedeutet, die Zinszahlung fällt komplett aus, wenn die Preise konstant bleiben oder sinken.
Dafür zahlen sie höhere Zinsen als die Bundesanleihen, die jedoch nicht die niedrigere Rückzahlung ausgleichen. Das hat die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Ausgabe festgestellt und empfiehlt lediglich die Bundesanleihen als Inflationsschutz.
Inflationsgeschützte Anleihen unterliegen auch der Abgeltungssteuer. Wer den Sparerpauschbetrag bereits ausgeschöpft hat, zahlt von seinen Zinserträgen und Kursgewinnen 25 Prozent an den Staat. Dazu kommen dann noch der Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer.
Wenn Sie zukünftig eher von sinkenden Preisen ausgehen, eignen sich herkömmliche Geldanlagen besser als inflationsgeschützte Anleihen.
Hier finden Sie ein Berechnungstool, das diese Anlageform genau erläutert und mit dem Sie vor allem selbst sehr einfach ermitteln können, ab welcher Inflationsrate Sie mit einer inflationsindexierten Anleihe des Bundes besser fahren:
http://www.mein-finanzbrief.de/shop/product_info.php/info/p76_Inflationsindexierte-Anleihen-des-Bundes.html
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Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass
bei der Vielzahl an Informationen trotz größter Sorgfalt nicht garantiert werden
kann, dass alle richtig oder aktuell sind. |
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Erstellt am: 06.08.2009
