Tina und Stephan Kaiser: "Wer die 8 Grundgesetze des Wohlstands kennt und sich der FinanzPlan-Idee bedient, kommt einfach gut mit seinem Geld aus."

 

Die geplante Abgeltungssteuer ab 2009
 



Was sich für deutsche Sparer ab 2009 ändern soll:  Im Kabinett ist es bereits beschlossene Sache, nun befindet sich die Abgeltungssteuer im parlamentarischen Verfahren:


Um was geht es genau?  Kapitaleinkünfte aus Zinsen und Dividenden werden bisher mit der persönlichen Einkommensteuer besteuert. Das bedeutet, wer wenig verdient, zahlt auch auf Kapitalerträge bislang wenig Steuern. Wer viel verdient, also auch einen hohen Einkommensteuersatz hat, der zahlt auch viel Steuern auf Kapitalerträge.


Das soll sich ändern:
 Künftig sollen Zinsen und Dividenden pauschal mit einer Steuer von 25 Prozent belegt werden. Das Ziel ist klar: Die Besteuerung soll einfacher werden und nicht zuletzt soll damit auch der ‚Finanzplatz Deutschland’ international wettbewerbsfähig bleiben bzw. wieder werden.

Alle Einnahmen, die mit Kapital erwirtschaftet werden können, wie Zinsen, Dividenden, Gewinne bei Aktienverkäufen, Gewinne aus dem Verkauf von Fondsanteilen, Gewinne aus Lebensversicherungen, etc. sollen von der neuen Abgeltungssteuer betroffen sein.

Lediglich Einnahmen unterhalb des neuen Sparerpauschbetrages (wie Sparerfreibetrag 801 Euro für Alleinstehende und 1.602 Euro für Verheiratete) sollen steuerfrei bleiben.


Künftig:  Wird also an der Quelle besteuert, also direkt da, wo die Kapitaleinkünfte anfallen. Die geplante Abgeltungssteuer (von 25%) wird dann gleich von der Bank, Bausparkasse, Investmentgesellschaft oder Versicherung an das Finanzamt abgeführt.

Wer einen geringeren persönlichen Steuersatz als 25% hat, soll bei seiner Steuererklärung – mittels der Anlage KAP – die zuviel einbehaltene Abgeltungssteuer zurückfordern können.

Wer in der Vergangenheit fleißig gespart hat und dadurch hohe Kapitaleinkünfte hat, würde durch die neue Abgeltungssteuer sparen:   Er müsste seine Kapitaleinkünfte nicht mehr mit seinem persönlichen Steuersatz (von derzeit bis zu 44,3 % inkl. Solidaritätszuschlag) versteuern, sondern ‚nur noch’ mit 26,4 % (Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag). Für alle, die einer Kirche angehören, käme allerdings noch die Kirchensteuer hinzu, so dass man letzten Endes bei ca. 29% landet…



Unser bisheriges Fazit:


Reiche können sich freuen:  Wer reich ist und ein hohes zu versteuerndes Einkommen hat, spart kräftig. Das ist auch mehr als fair, denn alle Kapitalvermögen wurden ja bereits aus versteuertem Einkommen gebildet. Endlich ist der Sparer also etwas weniger der Dumme…


Aktien bringen künftig weniger:  Die Spekulationsfrist von einem Jahr gibt es nicht mehr. Gewinne aus Aktien und Investmentfonds werden ab 2009 der Abgeltungssteuer genauso unterliegen, wie alle anderen Zinsen aus Pfandbriefen, Sparbriefen etc.  Damit werden vor allem hochspekulative Aktien uninteressanter, denn die Verluste trägt man allein, den Kursgewinn hingegen teilt man sich mit dem Finanzamt…


Festverzinsliche Wertpapiere:  Werden interessanter, wenn man selbst einen höheren persönlichen Steuersatz als 25% hat. Was mit den sogenannten Niedrigzinsanleihen oder auch Zerobonds (ohne Verzinsung) geschieht bleibt abzuwarten. Hier wird wenig Zins gezahlt, dafür aber ein höherer Rückzahlungsbetrag als die Einlagesumme und dieser Gewinn ist bislang steuerfrei.
 

Kapitallebensversicherungen:  Dieses Produkt könnte wieder interessanter werden. Wer länger als zwölf Jahre einzahlt und am Tag der Auszahlung älter als 60 Jahre ist, müsste dann nur noch die Hälfte der Erträge mit 25 Prozent versteuern.


Immobilien:  Ob sich an der Besteuerung nichts ändert bleibt ebenfalls abzuwarten. Bei Veräußerung gilt bislang: Die steuerliche Veräußerungsgrenze beträgt zehn Jahren. Alles was länger gehalten wurde, ermöglicht steuerfreie Gewinne.


Achtung, bedenken Sie bitte:  Die geplante Abgeltungssteuer ist noch ‚ganz frisch’. Änderungen sind daher jederzeit möglich...

(Stand 19. Juni 2007)


 

Nachtrag:  Am Freitag, den 06. Juli 2007 hat der Bundesrat auch der Einführung der Abgeltungssteuer ab 2009 zugestimmt. Es lohnt sich, das neue Gesetz etwas genauer zu betrachten...

Hier finden Sie einen hervorragend gemachten Beitrag von Herrn Heinz-Josef Nüssgens (Dipl. Finanzwirt; Oberamtsrat im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Referat Zusätzliche Altersvorsorge)

http://www.gabler-steuern.de/2007/07/06/25-auf-alles-ausser-tiernahrung/



Nachtrag vom 01.06.2008:

Hier finden Sie jetzt alle Informationen zur Abgeltungsteuer von uns - und das sogar mit einer Gratissoftware zur Abgeltungsteuer und dem 51-seitigen Gratisbooklet !



 



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