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Dieses Buch entstand, als wir unseren Leserinnen und Lesern unseres
Finanzplan-Newsletters folgende Bitte vorgetragen hatten: Schreiben Sie uns doch bitte einmal, was Sie Menschen in Geldfragen raten würden, also beispielsweise: Was würden Sie bei Finanzdingen anders machen, wenn Sie nochmal 20 Jahre jung wären? Welche positiven oder negativen Erfahrungen haben Sie mit Finanzinstituten gemacht? Wobei haben Sie (viel) Geld verloren? Wovon raten Sie anderen Menschen dringend ab? Aber auch: Was war bisher Ihre allerbeste, finanzielle Entscheidung in Ihrem Leben? |
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P.S. Das Buch 'Finanzgeschichten' enthält einen Gutschein für die Finanzplan Demo-CD im Wert von 12,00 Euro. |
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Hier finden Sie eine Leseprobe aus dem Buch 'Finanzgeschichten': |
Ich bin ledig, in mittlerem Alter, habe in 6 Ländern gelebt, spreche 6 Sprachen, habe drei Studien abgeschlossen und interessiere mich für viele verschiedene Themen.
Dabei versuche ich, mich so weit zu bilden, dass ich so wenig wie möglich auf so genannte oder selbst ernannte Autoritäten angewiesen bin, um mir eine kompetente Meinung zu bilden.
Das ist aufwändig. Es war aber schon immer aufwändiger, überhaupt und besonders im Kopf auf eigenen Beinen zu stehen.
Als Elektronik- und Wirtschaftsingenieur mit PR-Ausbildung und langen Auslandserfahrungen biete ich Marketing- und Kommunikationsdienstleistungen für technische Produkte und Firmen an. Details und individuelle Angebote unter www.marcom-service.de bzw. direkt über rk@marcom-service.de
Was würden Sie bei Finanzdingen anders machen, wenn Sie nochmal 20 Jahre jung wären?
Wir werden als junge Erwachsene wie Babys in die Haifisch-Geldwelt entlassen. Nur weil wir angeln können, sprich Taschengeld und Lehrlings- oder Praktikanten-Lohn ausgeben konnten, wissen wir noch lange nicht, wie wir uns vor Geldhaien und –fallen in Acht nehmen können.
Dazu zählen hauptsächlich die Immobilien- und Auto-Kauf-, Leasing- Bauspar- und Versicherungs-Verträge sowie die Geld-, (Steuer-) Spar- und Vorsorge-Anlagen.
Sie können das eigene Leben nachhaltig auf Jahre hinaus ernsthaft belasten. Die meisten von uns werden dabei zum Opfer: die einen mehr die anderen weniger, je nach dem, wie viel sie überhaupt verlieren konnten.
Jeder meint, er hätte das Problem alleine, sei selbst schuld oder zu dumm.
Dabei sind diese Erfahrungen unabhängig vom Fachwissen in anderen Bereichen oder von der Intelligenz.
Gefühle von Wut, Ohnmacht und Niedergeschlagenheit entstehen, die sehr lange belasten und anhalten können.
Ich spreche aus eigener, schlimmer Erfahrung. Da von Beginn der Berufstätigkeit mit der Steuerzahlung und dem Finanzamt zwangsweise konfrontiert, habe ich mich zuerst in die Bewältigung dieses unbekannten Gebietes gestürzt.
Obwohl kompliziert und unattraktiv war es mit überschaubarem Aufwand mehr oder weniger zu bewältigen. Dabei geriet ich eher zufällig in Kontakt zum Sumpf der Steuer-Sparanlagen, zeitgleich durch meine Arbeitsbranche auch zur Berufs-Zusatz-Pflichtversicherung, ebenso auch zur Privat-Krankenversicherung und den Fehlern, die man dort machen kann durch unzureichende Beratung.
Diese konnte ich aber als solche erst erkennen, nachdem ich schon die schlechte Erfahrung hatte. Die Chance, nicht darauf zu zahlen für Desinteresse, Unwissenheit oder Gier der Vermittler und selbsternannten Berater ist so groß, wie beim Glücksspiel.
Gleich verhielt es sich bei den (Steuer-)Spar-Anlagen, die die Altersvorsorge aufbauen sollten.
Stattdessen haben sie die Taschen der Vermittler und Projekt-Initiatoren gefüllt. Ich wusste damals noch nicht (woher auch?), dass bis zu 80% dieser Steuerspar-Anlage-Angebote mit Teil- oder Totalverlust und zusätzlicher Verschuldung enden. Altersvorsorge?
Eine Illusion. Ruin auf Jahre die Realität. Die Banken standen in der Zeit diesen „Beratern“ in nichts nach oder kooperierten mit ihnen sogar bei der Finanzierung.
Die Lösung? Der sehr steinige Weg, sich selbst in Geldanlagen zu bilden und Kritisches zu jedem Angebot herauszufinden versuchen.
Es bringt viel mehr als die Weiterbildung und Bewältigung der Steuer-Sparmöglichkeiten.
Das nötige Wissensgebiet ist aber um ein Vielfaches größer als das der Steuern – der Umgang und die Kurzfristverwaltung des eigenen Geldes nur ein (wichtiger) Bruchteil davon.
Falsch kann man auch selbst liegen. Aber kaum so falsch wie selbst ernannte (verkaufende) Berater, die auch dann nur Vermittler sind, wenn angeblich unabhängig.
Was eine gute finanzielle Anlage-Entscheidung war, kann man leider erst im Nachhinein, meist nach vielen Jahren beurteilen.
Besonders das macht es so schwer, in Geldanlage-Fragen richtig zu handeln und Fehler schnell oder rechtzeitig zu korrigieren.
Deshalb ist es auch fast unmöglich, jemandem bei Geldanlagen mit gutem Gewissen etwas zu raten. Denn: geht es gut, ist man der Held, geht es schlecht, hat man meist einen Freund verloren.
Das Wichtigste, das ich gelernt habe und bis heute leider intensiv auch von staatlichen(!) Stellen noch immer als wahr verbreitet wird, ist: Dass Immobilien eine sichere, im Wert steigende, konservative Anlage wären.
Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Denn: bei der Immobilie sind 3 Faktoren das Wichtigste: deren Lage, Lage, Lage.
Alleine schon statistisch können aber über 90% der Immobilien nicht nur in Spitzen-Lagen sein. Folglich liegt man mit über 90% aller Immobilien-Investitionen mehr oder weniger falsch.
Erschwerend kommt hinzu, dass sie so große Geldsummen erfordern, dass sie bei enger werdenden finanziellen Verhältnissen durch Arbeitslosigkeit, Krankheit, Unfall, Scheidung oder ähnlichem schnell einen in die Zwangsversteigerung und damit den Ruin treiben.
Die geplante Altersvorsorge wird dann schnell zur Überschuldungsfalle. Das Lebenswerk ist mindestens auf Jahre, wenn nicht für immer zerstört. Man steht mittellos, überschuldet und ohne Altersversorgung da, durch die angeblich so sichere, im Wert steigende, konservative Immobilien-Anlage.
Risiken, wie die langfristig abnehmende Bevölkerung, Wirtschaftsentwicklung oder Gebäuderisiken kommen dazu und sind meist unabhängig vom eigenen Einfluss.
Die Lösung? Immobilien nicht auf Kredit zu finanzieren. Denn:
1. Dagegen sind z.B. sogar Aktien und Rohstoffe wesentlich sicherer. Bei einem Kursrutsch können sie börsentäglich mit Limitangabe verkauft werden. Eine Immobilie nicht.
2. Aktien und Rohstoffe kosten nicht laufend zusätzliches Geld. Immobilien schon.
3. Außerdem wird kein vernünftiger Mensch in eine einzige Anlageart bzw. Aktie solche Summen investieren, wie man sie braucht, um eine einzige Wohnung oder ein Haus zu kaufen.
So betrachtet, wird die Immobilie zu einer hoch spekulativen, potenziell ruinösen Investition, wenn sie sich in eine andere Richtung entwickelt, als erwartet. Nach Murphys Gesetz ist das aber meist der Fall. Auch dann, wenn es sich Politiker anders wünschen und alles tun, um es zu verhindern.
So geschehen im gesamten Gebiet Ostdeutschlands einschließlich Berlin oder derzeit in den USA. Letztere hat nicht mehr nur einzelne Immobilien-Erwerber in den Ruin getrieben, sondern viele Banken und mit ihnen fast das gesamte Welt-Finanzsystem.
Nur staatliche Finanzspritzen und Verstaatlichungen, d.h. die Verlustumlage auf die gesamte Bevölkerung des Staates haben bisher einen wahrscheinlichen weltweiten Finanz-Zusammenbruch verhindert.
Das beweist, welche Märchen im Geldbereich von „Geldanlageberatern“ verbreitet werden, nur um weiter Kredit- und Immobilien-Geschäfte massenhaft machen zu können.
Sogar staatliche Stellen machen bei diesem für den Einzelnen und die Gesellschaft insgesamt gefährlichen Verdummungsspiel mit, wahrscheinlich ohne eine solche Absicht zu haben oder es zu erkennen. Der einzige Ausweg und Schutz bleibt damit nur: die eigene Geldbildung, der eigene Durchblick.
Niemand sonst wird auf Dauer das eigene, hart erarbeitete Geld besser schützen und hoffentlich vermehren können, als man selbst, trotz möglicher und wahrscheinlicher, kleinerer Fehler.
Und, wer ruhig schlafen will, sollte Immobilien nie auf Kredit finanzieren. Das würde bei massenhafter Befolgung, den Immobilienmarkt zwar stark schrumpfen lassen, aber den einzelnen Hauskäufer sowie die Banken- und Gesamtwirtschaft vor erneutem Ruin, wie gerade erst wieder auf breiter Front im Gange, schützen.
Erstellt am: 18.08.2009
