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Haushaltstipp „Einwecken“
Dieses Jahr habe ich mich erstmalig dazu entschieden, eine alte Methode des Haltbarmachens von Produkten aus meinem Garten auszuprobieren. Das Gartenjahr verlief recht produktiv, es ist erfreulich viel Essbares gewachsen und die Überschüsse sollten uns möglichst lange in die Winterzeit hinein Grundlagen für leckere Gerichte in der Küche bieten. Eine Gefriertruhe wollte ich nicht anschaffen, da keiner in der Familie in der Vergangenheit selbstgekochtes, wieder aufgetautes Essen wirklich gemocht hat. Platz für eine Truhe war im Keller keiner mehr. Auch wollte ich den Gedanken berücksichtigen, dass vielleicht mal in Krisenzeiten der Strom ausfallen könnte. Dann wären Vorräte in der Kühltruhe nicht mehr dauerhaft gut aufgehoben.
So fiel der Entschluss, mich mit dem Einwecken auseinander zu setzen und alles Nötige zu lernen, was für ein Konservieren in den von jeher bekannten „Weckgläsern mit der Erdbeere“ wichtig war.
Die Vorteile dieser Methode sind für mich der geringe Stromverbrauch bis Obst oder Gemüse im Glas haltbar gemacht sind, die Möglichkeit Gläser ohne Kühlung lagern zu können oder auch z.B. mit an einen Ferienort, oder einen Segeltörn etc. transportieren zu können und dort Familienmitglieder mit gutem , preisgünstigem Produkten aus dem eigenen Garten versorgen zu können. Ich kannte aus meiner Kindheit zwar die Einweckgläser mit süßem Obst, aber habe neu dazugelernt, dass es ebenso möglich ist, fertige Gerichte, wie Suppen, Fleisch, Säfte oder Kuchen mit der Methode haltbar zu machen. So lässt sich auch ein gutes Angebot vom Metzger nutzen, oder Wild vom Jäger dauerhaft haltbar verarbeitet werden.
Auch Nichtgartenbesitzer können so Gemüse saisonal in größeren Mengen mit Preisvorteil einkaufen und frisch zur Bevorratung verarbeiten.
Diese Methode war in der Gartensaison bei mir in der Küche eine willkommene Bereicherung meiner Vorratshaltung. Wie die einzelnen Gemüsesorten reif geworden sind, haben ich sie frisch in größeren Mengen zubereitet und damit es nicht wochenlang z.B. nur Bohnen gibt
, habe ich die übrigen Portionen gleich in die passenden Weckgläser gefüllt und mit dem Einkochautomat der Fa. WECK kellerfertig versorgt. Zu dem Zeitpunkt waren ja auch frische Kräuter im Überfluss vorhanden, sodass es richtig Freude gemacht hat zu kochen und damit die Vorratsregale im Keller zu füllen.
Teilweise habe ich zu den neu gekauften Weckgläsern, die es unter www.weck.de sehr günstig zu beziehen gibt, auch die 500g Pfandgläser vom Joghurt, die wir essen, verwendet. Wer möchte, fragt einfach in der Leergutrücknahme seines Supermarktes nach, ob es möglich ist, leere Gläser zum Pfandpreis mit zu nehmen. Zum fehlerfreien Konservieren müssen alle Gefäße und Verschlüsse sowieso einwandfrei hygienisch vorbereitet werden. Nach der Benutzung werden sie dann gegen Ausbezahlung des Pfandes sogar wieder zurückgenommen. So ist es möglich, immer Gläser mit funktionierenden, gut schließenden Deckeln zum Nulltarif zu benutzen.
Meine ersten Versuche eigene Konserven zu produzieren, habe ich in meinem Dampfgarer nach der Anleitung des Geräteanbieters gemacht, was auch funktioniert.
Trotzdem ziehe ich die Methode mit dem Wecktopf dem Dampfgarer vor. In den Dampfgarer gingen z.B. die anderen größeren Gläser, oder Flaschen in der Höhe nicht hinein und der Energieaufwand erschien mir im Vergleich zu einer kompletten Füllung im Automatik –Einwecktopf viel größer. Die Kosten für die Anschaffung des Gerätes samt den umweltfreundlichen Mehrweggläsern sind ebenso durch die Preisersparnis gerechtfertigt, wenn ich gleich gute „Bio“-Konserven ohne fragwürdige Inhaltsstoffe im Handel erwerben möchte. Unbedingt empfehlenswert ist das „WECK-Einkochbuch, das es vielleicht in Ihrer Bücherei in der Stadt leihweise oder überall im Handel unter der ISBN 10: 3-921034-05-1 zu beziehen gibt und Neueinsteigern das Vermeiden von Misserfolgen erspart. Vielleicht gibt es im Familien- oder Bekanntenkreis ja auch noch ungenutzte Geräte, die bei Ihnen gute Dienste leisten können.
Ihre Tina Kaiser
Erstellt am: 08.11.2009
