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Private Absicherung |
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Nachdem wir jetzt versucht haben, die notwendigen von den nicht notwendigen Kosten zu trennen, möchte ich Ihnen ein Thema ans Herz legen, das Chefs immer wieder gerne hinten anstellen oder gar ganz auf die lange Bank schieben. Wenn es um die eigene, private Absicherung von Chefs geht, höre ich immer wieder: „Der Betrieb geht vor“ oder „Jetzt gerade nicht, das mache ich dann später…“ Chefs sind eben meist Menschen, die zuerst an Ihren Betrieb denken und dann an sich selbst. Das muss wahrscheinlich auch so sein, sonst wären große Leistungen nicht möglich. Trotzdem sollten Sie das Thema der eigenen, privaten Absicherung nicht hinten anstellen. Warum nicht? Nun, nur wenn es Ihnen auf Dauer gut geht, kann es auch Ihrem Betrieb auf Dauer gut gehen. Sie sollten die wichtigste Person in Ihrer Firma – und das sind Sie – auch ernst nehmen und sich gut um sie kümmern. Dazu gehört Ihre private Absicherung in ganz besonderer Weise. Was gehört zu Ihrer privaten Absicherung? Da wäre zunächst einmal eine Haftpflichtversicherung für Sie privat und für Ihren Betrieb. Eine Haftpflichtversicherung schützt Sie vor Schadensersatzzahlungen, die andere an Sie stellen. Sie übernimmt das Risiko, wenn Sie Dritten einen unbeabsichtigten Schaden zufügen. Eine solche Versicherung muss genau auf Sie und Ihre Firma zugeschnitten sein, deshalb sollte man hier stets mehrere Angebote einholen und sich ausführlich beraten lassen. Nutzen Sie auch die Möglichkeit, einen Selbstbehalt von zum Beispiel 300 Euro pro Schadensfall zu vereinbaren. Das senkt die Kosten der Prämie oft enorm. Wenn es einmal zu einem Schaden kommt, wird Sie der Selbstbehalt nicht zu sehr belasten. Als nächstes sollten Sie sich eine private Unfallversicherung zulegen, die ausreichend hoch ist. Bei 100% Invaliditätsgrad muss die Versicherungssumme so hoch sein, dass Sie von den Zinserträgen leben können und nie wieder arbeiten müssen, was Sie dann ja auch wahrscheinlich nicht mehr können. Auch eine Unfallversicherung ist nicht sehr teuer. Sie gehört zu den absoluten Pflichtversicherungen. Der dritte Punkt betrifft Ihre Krankenversicherung. Bei der Wahl einer Krankenversicherung sind viele Punkte mit zu berücksichtigen. Dazu gehören zum Beispiel Ihr Alter, Ihr Gesundheitszustand und Ihre familiäre Situation. Die Gesundheit ist das Wichtigste, das wir alle haben. Deshalb sollten Sie sich hier sehr ausführlich beraten lassen. Prüfen Sie sowohl 2-3 Angebote der gesetzlichen als auch 2-3 Angebote der privaten Kassen und lassen Sie sich bei Ihrer Entscheidung ruhig ein paar Wochen Zeit. Wenn Sie nicht ganz in eine private Kasse wechseln können oder wollen, lassen Sie sich einmal ein Angebot für eine Zusatzversicherung erstellen. Dann sind Sie dem immer schwächer werdenden System der gesetzlichen Krankenversicherung nicht gänzlich ausgeliefert. Was ebenfalls in die Rubrik Gesundheit gehört, ist die Absicherung bei Berufsunfähigkeit. Diese Verträge werden über eine Lebensversicherungsgesellschaft vertrieben und sollen das Risiko abdecken, wenn Sie durch eine Krankheit Ihren Beruf auf Dauer nicht mehr ausüben können. Da eine Unfallversicherung nur bei einem Unfall leistet, besteht eine Versorgungslücke, wenn Sie durch Krankheit berufsunfähig werden, also trotz einer ausreichend hohen Unfallversicherung. Auch hier sind die Angebote und vor allem die Kosten eines Vertrages von Ihrem Alter und Ihrem Gesundheitszustand abhängig, aber zusätzlich noch von der Art Ihres Berufs. Wenn Sie körperlich schwer arbeiten und einen Beruf haben, der in eine hohe Gefahrenklasse eingruppiert wurde, kann es sehr, sehr teuer werden. Wenn Sie dagegen ein harmloser Schreibtischtäter sind, ist es in der Regel durchaus bezahlbar. Also müssen Sie sich auch hierfür die Zeit nehmen und vielleicht 3-4 Angebote miteinander vergleichen. Zum Schluss der privaten Absicherung geht es um Ihre spätere Rente. Die Beiträge, die Sie dafür aufwenden müssen, sollten für Sie genauso zu den laufenden Betriebskosten gehören wie Miete, Strom, Gas und Wasser auch. Sparen Sie hier nicht. Fangen Sie so früh wie möglich an. Nutzen Sie unser sehr einfach zu bedienendes Berechnungsmodul der Altersversorgung, um die für Sie persönlich passende Höhe mit ein paar Mausklicks herauszufinden. Wenn Sie dann genau wissen, wie viel Sie für Ihren Ruhestand auf die Seite legen müssen, lassen Sie sich auch hier von unterschiedlichen Stellen beraten. Was ich persönlich beachten würde ist, für die Altersversorgung keine Aktien, Optionsscheine oder sonstige, risikoreichen Anlageformen zu wählen, sondern nur solche, die Ihnen den benötigten Betrag auf jeden Fall erwirtschaften. Mir ist noch gut der ‚Fall’ eines Unternehmers in Erinnerung, der kurz vor seiner Rente fast sein ganzes Vermögen bei Aktiengeschäften verlor. Unter Tränen sagte er, dass er nicht wüsste, wie er es seiner Frau beibringen sollte, die stets alle Geldgeschäfte vertrauensvoll in seine Hände gelegt hatte. |
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