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Fixe Kosten |
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Wenn es etwas gibt, das ich nicht mag, dann sind es fixe Kosten. Unter Fixkosten verstehe ich laufende, also immer wiederkehrende Kosten, die Monat für Monat (oder auch viertel- halb- bzw. jährlich) anfallen und zu deren Bezahlung man sich vertraglich verpflichtet hat. Fixkosten schränken Ihren Handlungsspielraum ein, denn Sie müssen sie Monat für Monat erarbeiten. Je weniger fixe Kosten Sie haben, desto freier sind Sie als Chef in Ihren Entscheidungen. Umso mehr Zeit und Raum haben Sie, um neue Produkte, Ideen und Strategien zu testen, ohne dass diese gleich finanziellen Gewinn abwerfen müssen. Das gilt beruflich und auch privat. Viele dieser festen Kosten müssen nun einmal sein, denn Dinge wie Strom, Gas, Wasser, Versicherungen etc. fallen eben laufend an. Sie sind deshalb als Fixkosten leider nicht vermeidbar. Aber prüfen Sie diese Kosten stets ganz genau, bevor Sie eine Zahlungsverpflichtung dafür eingehen. Sie können viel tun, um feste, monatliche Kosten zu umgehen, wenn Sie sich angewöhnen, nur die Dinge zu kaufen, die Sie auch bar bezahlen können. Als Faustregel sollte gelten: Sie können sich alles kaufen, was Sie wollen, wenn Sie es am Stück (also ohne Kredit) aus Eigenmitteln bezahlen können. Gehen Sie einmal Ihren Finanzplan mit der Absicht durch, möglichst viele Fixkosten zu eliminieren, indem Sie diese Verträge so ablösen, dass keine Folgezahlungen mehr notwendig sind. Als ich das im Jahr 1992 zum ersten Mal bei mir gemacht habe, ist mir ziemlich schlecht geworden, denn alle laufenden Verträge und eingegangenen Verpflichtungen auf einmal abzulösen, hätte eine Summe von damals rund 700.000 DM erfordert, die ich zu diesem Zeitpunkt nicht einmal im Traum besaß. Mein Gott, was hatte sich da alles angesammelt. Da waren das Telefon- und Faxgerät für den privaten Haushalt gemietet, das Gehalt und die AOK-Beiträge für die Putzfrau im Privathaushalt, ein Premiere-Abo, die Zinsen und die Tilgungen für zwei vermietete Wohnungen, die Miete für den Kaffee- und den Colaautomat im Büro, die Leasingraten für insgesamt vier Autos mitsamt den Leasinggebühren für ein damals noch sehr teures (C-Netz) Autotelefon. Dazu kamen Zinsen und Tilgung für einen Geschäftskredit, die Raten für das Superkopiergerät, die Frankiermaschine sowie die Gehälter eines Assistenten und der Reinemachfrau im Büro. Ach ja und nicht zu vergessen, die quartalsweise anfallenden, wahnsinnig hohen Überziehungszinsen für die privaten und geschäftlichen Konten. Alles musste Monat für Monat hereingeschafft und verdient werden. Und Sie können sich vielleicht vorstellen, dass mir diese Verpflichtungen so manche schlaflose Nacht bereitet hatten, nachdem ich sie alle zusammengezählt und aufgelistet hatte. Mir braucht also keiner mehr zu erzählen, wie günstig und angenehm man etwas via Ratenzahlung kaufen kann. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, diese Verträge alle wieder abzulösen. Der Finanzplan hat bei mir dazu geführt, dass ich nach nur 6 Jahren keinen einzigen Vertrag mehr hatte, der solche laufenden Kosten nach sich zieht. Sie können mir glauben, seither ist das Leben Tag für Tag einfach viel leichter und angenehmer. Heute genieße ich die Freiheit, die Dinge zu tun, die ich gerne tun möchte und die Dinge, die mir keinen Spaß machen, zum großen Teil ablehnen zu können. |
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