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Es darf etwas kosten |
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Zunächst die vielleicht schlechte Nachricht: Gutes Essen hat seinen Preis. Ich sage jetzt bewusst nicht, dass es teuer ist, denn das würde so nicht stimmen, aber es hat seinen Preis. Man sollte sich, wenn man minderwertige Nahrung zu sich nimmt, immer auch daran erinnern, dass man sämtliche, durch schlechte Nahrungsmittel im Körper verursachte Krankheitstage, den Verdienstausfall und die Arztbesuche zum Preis der Nahrungsmittel hinzuzählt. Abgerechnet wird also - wie immer im Leben - erst am Ende der Veranstaltung. Hier einmal ein Beispiel, das verdeutlichen soll, was ich meine: Es gibt Menschen, die geben für einen Liter Salatöl gerade einmal 68 Cent aus. Das wäre noch nicht schlimm, wenn Sie es jetzt in ihr Dieselauto kippen würden, um Geld für teueren Diesel zu sparen, aber diese Menschen schütten es sich über ihren Salat und essen den dann auf. Es lohnt sich, wenn man sich einmal erkundigt, mit wie vielen Chemikalien und mit welcher Hitze gearbeitet wird, um solche Öle zu produzieren. Gesund kann das nicht sein. Gleiches gilt für Fleisch. Die Welt regt sich über Vogelgrippe, BSE-Skandale und Massentierhaltung auf, ist aber nicht bereit, für ein Kilo Rindfleisch mehr als 5,00 Euro im Supermarkt zu bezahlen. Das passt natürlich nicht zusammen. Genauso wie Sie als Chef Ihrer Firma gute Leistung nur zu einem angemessenen Preis liefern können, geht es unseren Landwirten eben auch. Man kann einfach für 5,00 Euro pro Kilo Rindfleisch nur schlechte Ware anbieten, die irgendwo in Polen, Tschechien oder gar noch weiter weg unter miserablen Bedingungen produziert wurde. Gemüse oder Getreide ohne Spritzmittel anzubauen bringt weniger Ertrag, also muss es mehr pro Kilo kosten, das ist doch klar. Der Fleischer um die Ecke, der noch selbst produziert, Ihr Bäcker, der (hoffentlich) ohne Backmischungen arbeitet, sie alle brauchen für Ihre gute Qualität auch uns als Kunden, die bereit sind, dafür gutes Geld zu bezahlen. |
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