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Den Überblick behalten |
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Beim Delegieren ist es wichtig, zwei Phasen einzuhalten. Die eine Phase läuft von dem oben geschilderten Mitarbeitergespräch bis zum Kontrolltermin. Hier sollten Sie sich in jedem Fall zurückhalten und nicht dauernd nachfragen, wie es um die Aufgabe steht. Wenn Sie hier ständig um Ihre Mitarbeiter ‚herumschwänzeln’, können Sie es auch gleich selbst machen. Außerdem erwecken Sie bei Ihren Mitarbeitern den Eindruck, dass Sie ihnen nicht vertrauen. Verlassen Sie sich einfach mal darauf, dass Ihre Mitarbeiter schon zu Ihnen kommen, wenn Sie Hilfe oder Unterstützung brauchen. Die andere Phase ist die des Kontrolltermins bis zum Endtermin. Hier gibt es jetzt drei Möglichkeiten: Entweder ist die Aufgabe klasse gemacht und erledigt worden, dann brauchen Sie nur noch dafür zu sorgen, dass Ihr Kunde das Ergebnis auch erhält. Die zweite Möglichkeit ist weniger angenehm, aber auch das wird in der Praxis wohl ab und zu vorkommen: Die Aufgabe ist ganz einfach nicht vollständig erledigt worden, aber im Grunde genommen fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten. In diesem Fall besprechen Sie das mit Ihrem Mitarbeiter und vereinbaren einen kurzfristigen Wiedervorlagetermin. Die dritte Möglichkeit ist die ungünstigste für Sie: Die Aufgabe ist gar nicht gelöst oder ganz schrecklich erledigt und Sie können das Ergebnis so nicht abgeben… Jetzt können Sie eigentlich nur noch selbst das Wirbeln anfangen. Ich rate Ihnen dringend dazu, die Aufgabe jetzt selbst nachzubessern und wieder zu übernehmen. Geben Sie Ihrem Mitarbeiter keine Chance mehr, die Aufgabe zu lösen, die hatte er bereits. Nachdem Sie dann die Aufgabe selbst gemacht haben, müssen Sie sich wohl oder übel auf die Fehlersuche begeben. Haben Sie zu viel von Ihrem Mitarbeiter erwartet? Oder hatte dieser einfach nur keine Lust und hat sich nicht angestrengt? Wenn er oder sie nur keine Lust hatte und sich das öfter wiederholt, trennen Sie sich bitte möglichst umgehend von diesem Mitarbeiter. Sie können sich als Chef keine Bremsklötze leisten. Ihr Unternehmen muss Gewinn machen, damit es Löhne und Gehälter zahlen kann. Um Gewinn zu machen, müssen Sie besser als Ihre Konkurrenz sein. Wenn das ein Mitarbeiter von Ihnen nicht verstehen kann oder will, muss er oder sie sich nach einem anderen Arbeitsplatz umsehen. Ihre Mitarbeiter arbeiten bei Ihnen und nicht Sie bei Ihren Mitarbeitern, also müssen Sie die Regeln aufstellen und durchsetzen. Wenn Sie jetzt meinen, dass das hart klingt, haben Sie Recht. Das nennt man freie Marktwirtschaft und daran muss sich jeder Chef (und auch alle seine Mitarbeiter) gewöhnen… |
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