Was von uns ausgeht, kehrt zu uns zurück Ein Vogelhändler hat eine große Schar Kanarienvögel und andere Sänger in seinen Käfigen auf dem Markt dabei. Ein kleines Mädchen steht mit großen Augen vor seinen Vögeln. Als sie gar nicht weggehen möchte, fragt der Händler die Kleine etwas ungehalten, ob sie denn einen Vogel kaufen wolle. Das Mädchen sieht ihn an und entgegnet ihm, dass sie ihrer Großmutter eine Freude mit dem Gesang eines Vögelchens machen möchte, aber nur einen Teil des Kaufpreises aufbringen kann. Sie bietet ihm an für das fehlende Geld ihre Hilfe beim Putzen der Käfige an. Der hartherzige Händler sieht in seine noch leere Kasse und geht auf das Angebot ein. Allerdings sucht er ihr den kleinsten, mickerigsten, unscheinbarsten Vogel aus und gibt ihn ihr in die bloße Hand. Das Mädchen kramt mit der einen Hand nach ihren Münzen in der Jackentasche. Die Münzen waren nicht mehr da, sie musste sie wohl verloren haben. Enttäuscht und traurig hält sie ihm ihre andere Hand mit dem Vögelchen entgegen, um ihn dem Händler zurückzugeben. Unwirsch streckt er ihr eine kleine geöffnete Voliere entgegen, damit sie den Vogel dorthinein zurücksetzen kann. Wie das Mädchen ihre Hand öffnet, strahlt die kleine Gestalt des Tieres in reinem Gold dem Händler entgegen. Der ärgert sich über alle Maßen, dass er ihr keinen größeren Vogel gegeben hatte. Sein Gewinn wäre ein viel größerer gewesen. |
Erstellt am: 16.12.2010
