Finanzplanung ist Lebensplanung
Gestalten Sie
Ihre Finanzen und damit Ihre Zukunft aktiv. Anstatt dem Geld
hinterher zu rennen, gehen Sie ihm mit dem Finanzplan bewusst
entgegen.
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Positiv denken
Ängstliche und depressive Menschen zeichnen sich durch extrem negative
Sichtweisen aus. Diese Erkenntnis nutzt die kognitive Therapie, indem sie
gezielt ungünstige Denkweisen zu ändern versucht. Die Ergebnisse geben ihr
Recht. Profitieren auch Sie von diesem Ansatz, indem Sie die folgenden
Empfehlungen berücksichtigen.
Sich selbst auf die Schliche kommen
Wir alle führen ständig Selbstgespräche, in denen wir bewerten, was wir
gerade erleben. Achten Sie einmal darauf, mit wie viel destruktiven Gedanken
Sie sich selbst das Leben schwer machen: „Das schlechte Wetter verdirbt mir
den ganzen Tag“ „In meinem Leben geht immer alles schief“. Wie wollen Sie
angesichts niederschmetternder Kommentare guter Dinge sein oder den Mut
haben, etwas Neues auszuprobieren? Werden Sie sich Ihrer Gedanken bewusst.
Erstellen Sie dazu eine zweispaltige Liste und tragen Sie links alle
zermürbenden Aussagen ein, die Ihnen im Laufe eines Tages einfallen.
Überlegen Sie anschließend, wie Sie etwas negativ Erscheinendes positiv
deuten können. Notieren Sie die neue Sichtweise in der rechten Spalte und
machen Sie künftig von ihr Gebrauch.
Formulierungen sorgfältig abwägen
Fragen Sie sich bei inneren Zwiegesprächen ganz praktisch: Nützt mir dieser
Gedanke? Bestärkt er mich darin, eine Lösung für mein Problem zu finden?
Hilft er mir, mein Leben zu bewältigen? Gibt er mir das Gefühl, ein
wertvoller Mensch zu sein? Oder schwächt er mich, macht mich unzufrieden und
mutlos? Üben Sie, ab sofort vor allem das zu denken, was Ihnen gut tut und
Lösungen fördert.
Abwertende Gedanken stoppen
Sagen Sie sich ganz bewusst „Stopp – so nicht!“, wenn sich abwertende oder
entmutigende Gedanken in Ihnen breit machen wollen. Verstärken Sie dieses
„Stopp“ durch eine prägnante körperliche Bewegung, etwa indem Sie mit den
Fingern schnippen oder abrupt aufstehen. Ersetzen Sie mürrische Gedanken auf
der Stelle durch neue, aufmunternde, die Ihrem Tun förderlich sind. Statt:
„Völlig vergeblich, das konnte ich noch nie, es hat gar keinen Sinn, damit
überhaupt anzufangen!“, formulieren Sie: „Ich werde es einfach versuchen.
Sicher kann ich es nach und nach lernen.“ Statt: „Ich Idiot, alles mache ich
falsch!“, sagen Sie sich: „Hier habe ich einen Fehler gemacht. Das ist
normal. Mal sehen, wie ich ihn wieder beheben kann.“ Verscheuchen Sie die
missbilligenden Stimmen aus Ihrem Kopf und ersetzen Sie
„Selbstbeschimpfungen“ durch Nachsicht sowie einen gut durchdachten
Aktionsplan!
Sich positiv „programmieren“
Positives Denkens soll auf keinen Fall Schwierigkeiten oder
Schicksalsschläge schön reden. Stattdessen gilt es, eine optimistischere
Lebenseinstellung zu erwerben und sich mit deren Hilfe das Leben zu
erleichtern. Dabei können positive Merksätze („Affirmationen“) helfen („Das
werde ich schaffen“, „Ich werde immer selbstständiger“, „Der Erfolgreiche
macht da weiter, wo andere aufgeben“). Wiederholen Sie diese
Selbstermutigungen mehrmals täglich. Zur Erinnerung können Sie sich Ihre
Merksätze auf kleine Karten schreiben und auf den Nachttisch legen, an den
Badezimmerspiegel kleben oder ins Portemonnaie stecken oder sie auf Kassette
aufnehmen und immer wieder anhören.
Auf „Sprach- und Denkhygiene“ achten
Ängstliche und depressive Menschen neigen dazu, alles schwarz zu sehen
(besonders sich selbst, die Zukunft, die Umwelt und bisherige eigene
Erfahrungen). Sie verallgemeinern im Übermaß („Keiner liebt mich“, „Nichts
kann ich mehr“ „Alles war umsonst“). Nach dem „Alles-oder-nichts-Prinzip“
erwarten sie oft, wieder „ganz zu gesunden“. Misserfolge werden der eigenen
Person, Erfolge dem Zufall („Alles nur Glück“) oder anderen äußerlichen
Faktoren zugeordnet. Depressive Menschen sollten deshalb konsequent üben,
wie man Sachverhalte präzise beschreibt, sinnvoll nach Ursachen forscht,
vernünftige Zusammenhänge herstellt und damit wirklichkeitsnah denkt. Bilden
Sie daher kurze, klare Sätze, etwa: „Das und das habe ich geschafft“, „Heute
ist ein schöner Tag!“ Verzichten Sie auf Verallgemeinerungen („immer“,
„alle“, „stets“), insbesondere wenn es sich um Verneinungen handelt
(„niemals“, „keiner“, „ohne“, „aber“). Sagen Sie anstelle von „Ich habe
keine Angst“, lieber „Ich gehe diese Sache mutig an“.
(Autorin: Dr. Renate Hüsken, Frankfurt am Main) URL:
http://www.renate-huesken.de
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