Wenn wir unsere Feinde hassen, geben wir ihnen Gewalt über uns – Gewalt über unseren Schlaf, unseren Appetit und unsere Seelenruhe. Sie würden tanzen vor Freude, wenn sie wüssten, wie viel Kummer sie uns bereiten. Unser Hass schadet Ihnen nicht im Geringsten, aber er macht unsere Tage und Nächte zur Hölle. v. Dale Carnegie Emotionen sind nie zielgerichtet. Sie (be-)treffen immer die Person, die sie empfindet. Ihren Feind beeindruckt Ihr Hass nicht, wenn er sich den Schuh nicht anziehen will. Ihn erreicht nichts von Ihrer kraftgeladenen Emotion. Nur in Ihnen toben die Gefühle. Sie belasten damit unnötig Ihren von Stresshormonen überfluteten Körper. Ihr Gemüt ist aufgewühlt wie ein Ozean bei tosendem Sturm und findet keinen Abstand mehr. Dann haben nicht Sie Hass und Wut gegen XY, sondern Hass und Wut hat Sie. Es hat sich genau 180 Grad gedreht und Sie zum Opfer Ihrer Empfindungen gemacht.Verstehen Sie? Während Sie aufgebracht sind, sich rechtfertigen, dass es einen verständlichen Grund für Ihr Empfinden gibt, geht Ihr Feind frohgelaunt seines Weges. Darüber könnten Sie an sich schon wieder weiter wütend werden, müssen es aber nicht. Niemand zwingt Sie dazu, so negativ aufgebracht zu fühlen. Sie sind Herr Ihrer Gedanken und damit auch Ihrer Gefühle. Wenn Sie sich zurecht oder zu Unrecht von jemand daneben behandelt und verletzt fühlen, so stecken Sie die dunkle Wolke an Gefühlsmüll so oft wie nötig in einen Abfallbehälter und machen den Deckel fest zu, bis Sie sich wieder frei fühlen und erleichtert aufatmen können. Geben Sie der Person keine Gewalt über sich. Machen Sie sich frei davon. Nichts und niemand ist es wert, Ihnen Ihren Gemütsfreien zu rauben. Bleiben Sie der aktive bewusste Denker. Stellen Sie sich neben sich selbst, um leichter und besser Beobachter Ihres eigenen Verhaltens sein zu können. |
Erstellt am: 15.12.2010
